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Hélène Grimaud mit Camerata Salzburg auf Tournee

Doppelter Brahms

Hélène Grimaud und die Camerata Salzburg widmen sich dem feurigen Frühwerk Johannes Brahms‘.

vonRedaktion,

Als „tiefgründig, feurig, romantisch“ bezeichnete Hélène Grimaud einmal Brahms’ erstes Klavierkonzert, das ob seines gleichwertig ausgearbeiteten Orchesterparts auch als Sinfonie mit Klavier durchginge. Mit der Camerata Salzburg nimmt sich die französische Solistin dieses Meilensteins ihres Repertoires an und teilt sich dabei die musikalische Leitung mit Konzertmeister Giovanni Guzzo. Während der Überarbeitung des Konzerts komponierte Brahms überdies als eine Art sinfonischen Gehversuch die Serenade op. 11. Diese vereint heitere Grundstimmung mit beachtlicher kompositorischer Tiefe und zeigt bereits Züge einer angedachten Sinfonie. Allen voran die groß dimensionierten ersten drei Sätze bestechen durch dichte thematische Arbeit und einen sinfonischen Gestus, der an Haydn und Beethoven anknüpft. Die letzten drei, deutlich kürzeren Sätze sind stärker an die klassische Serenadentradition angelehnt und bringen kammermusikalische Leichtigkeit sowie tänzerische Elemente ins Spiel.

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