Als „tiefgründig, feurig, romantisch“ bezeichnete Hélène Grimaud einmal Brahms’ erstes Klavierkonzert, das ob seines gleichwertig ausgearbeiteten Orchesterparts auch als Sinfonie mit Klavier durchginge. Mit der Camerata Salzburg nimmt sich die französische Solistin dieses Meilensteins ihres Repertoires an und teilt sich dabei die musikalische Leitung mit Konzertmeister Giovanni Guzzo. Während der Überarbeitung des Konzerts komponierte Brahms überdies als eine Art sinfonischen Gehversuch die Serenade op. 11. Diese vereint heitere Grundstimmung mit beachtlicher kompositorischer Tiefe und zeigt bereits Züge einer angedachten Sinfonie. Allen voran die groß dimensionierten ersten drei Sätze bestechen durch dichte thematische Arbeit und einen sinfonischen Gestus, der an Haydn und Beethoven anknüpft. Die letzten drei, deutlich kürzeren Sätze sind stärker an die klassische Serenadentradition angelehnt und bringen kammermusikalische Leichtigkeit sowie tänzerische Elemente ins Spiel.
Hélène Grimaud mit Camerata Salzburg auf Tournee
Doppelter Brahms
Hélène Grimaud und die Camerata Salzburg widmen sich dem feurigen Frühwerk Johannes Brahms‘.
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Die französische Pianistin Hélène Grimaud wurde 1969 in Aix-en Provence geboren. Mit sechs Jahren erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht, worauf zunächst ein Klavierstudium in Marseille folgte. Nachdem sie im Alter von zwölf Jahren mit der zweiten und dritten Klaviersonate von Frédéric Chopin…
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Sa., 27. Juni 2026 19:00 Uhr
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