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Rezension Julius Asal – Werke von Skrjabin & Scarlatti

Verblüffend

Pianist Julius Asal orchestriert auf seinem Debüt-Album mit Umsicht Solowerke von Alexander Skrjabin und Domenico Scarlatti.

vonChristoph Vratz,

So ungewöhnlich wie die Zusammenstellung ist auch die Qualität dieses Albums. Pianist Julius Asal legt beim Gelb-Label sein Debüt-Album vor und paart Musik von Alexander Skrjabin und Domenico Scarlatti. Geht das? Geht! Und wie. Vereinfachend könnte man sagen: Die Farben, die Asal wählt, sind das Bindeglied für unterschiedliche Klangwelten. Man könnte aber auch behaupten: Der Selbstverständlichkeit, mit der sich Asal in beiden Welten zurechtfindet, folgt man das ganze Album über mit Verblüffung. Ob das Kecke, Verspielt-Glitzernde oder das Nachdenklich-Entrückte bei Scarlatti oder das Feurige bei Skrjabin – Asal findet nicht nur feine Abstimmungen, ja er orchestriert die ausgewählten Stücke mit Um- und Weitsicht. Er geht behutsam mit dem Pedal um und trifft auch bei den Tempi Entscheidungen, die teilweise verwundern mögen, die aber alle ihren eigenen Sinn ergeben.

Julius Asal
Julius Asal

Scarlatti: Klaviersonaten K. 56, 58, 87, 238, 466 & 544, Skrjabin: Klaviersonate Nr. 1 f-moll op. 6, Etüde op. 8/11 & Préludes, Asal: Transitions I & II

Julius Asal (Klavier)
Deutsche Grammophon

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