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CD-Rezension Lena Neudauer

Duftiger Charme

In seiner ersten, noch während des Studiums entstandenen Sonate, badet Maurice Ravel die Geigenstimme in rauschenden Klavierakkorden. In der zweiten setzt er, 30 Jahre später, eher auf karge Klänge und wagt einen Ausflug in den amerikanischen Jazz. Zwischen diesen stilistischen Polen bewegt sich Ravels Kammermusik für Violine und Klavier, die Lena Neudauer auf ihrer aktuellen…

vonMarkus Stäbler,

In seiner ersten, noch während des Studiums entstandenen Sonate, badet Maurice Ravel die Geigenstimme in rauschenden Klavierakkorden. In der zweiten setzt er, 30 Jahre später, eher auf karge Klänge und wagt einen Ausflug in den amerikanischen Jazz. Zwischen diesen stilistischen Polen bewegt sich Ravels Kammermusik für Violine und Klavier, die Lena Neudauer auf ihrer aktuellen CD präsentiert. Gemeinsam mit dem Pianisten Paul Rivinius durchstreift die junge Geigerin das breite Ausdrucksspektrum vom sanften Schlafliedcharakter der Berceuse bis zum hochvirtuosen Drahtseilakt der Tzigane mit ihren ungarischen Farben. Dabei entfaltet sie eine betörende Süße und einen duftigen Charme, der perfekt zu den weichen Konturen der Musik passt. Sie dosiert ihr Vibrato eher maßvoll und trägt nie zu dick auf – dadurch bleibt der Klang der Guadagnini-Geige immer elegant und schlank. Ein Genuss!

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