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Rezension Leonidas Kavakos – J. S. Bach: Violinkonzerte

Widersprüchlich

Leonidas Kavakos setzt mit dem Apollon Ensemble seine Reise durch den Bachschen Musikkosmos fort – mit diskutablen Entscheidungen.

vonChristoph Vratz,

Leonidas Kavakos spielt (weiterhin) Johann Sebastian Bach. Nach seiner Einspielung der Solo-Sonaten und -Partiten hat er nun die Konzerte aufgenommen, ergänzt um den „Air“-Satz aus der dritten Suite. Diese Zugabe verrät einiges über die Produktion. Kavakos spielt sehr fein und phrasiert mit Bedacht, doch dazu zählen auch einige Entscheidungen, über die man diskutieren könnte: So ist dieser Satz geprägt von einem eigenwillig stockenden Atem, dem man auch in einigen der Konzerte begegnen kann. Leuchtend-silbrig hingegen spielt er das Largo aus dem Konzert BWV 1056, das folgende Presto mit teils geschärften Akzenten, aber auch einigen schleifartigen Lauten, für die auch das „Apollon Ensemble“ verantwortlich ist. Das Zusammenspiel mit dem Solisten ist harmonisch. Doch insgesamt handelt es sich um eine Aufnahme, die in Summe von einem Widerspruch zwischen Beglückung und Befremden lebt.

Leonidas Kavakos
Leonidas Kavakos

J. S. Bach: Violinkonzerte & Air aus Orchestersuite Nr. 3 BWV 1068

Leonidas Kavakos (Violine), The Apollon Ensemble
Sony

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