Lebendiger Orchesterklang

CD-Rezension Mariss Jansons – Mahler: Sinfonie Nr. 5

Lebendiger Orchesterklang

Die Interpretation brilliert in Sachen Präzision und lebendigem Orchesterklang, leidet jedoch unter der überambitionierten Aufnahmequalität

„Die Fünfte ist ein verfluchtes Werk. Niemand capiert sie.“ Dass dieses, fast verzweifelte Zitat Mahlers auf Mariss Jansons und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks keinesfalls zutrifft, ist auf dieser Live-Aufnahme aus der Philharmonie im Gasteig zu erleben. Jansons’ Interpretation der fünften Sinfonie Mahlers berührt und fesselt zugleich. Von der berühmten Trompetenfanfare über den dramatischen Ausdruck des zweiten Satzes und dem träumerisch-anmutenden Adagietto bis hin zur musikalischen Hin-und-her-Gerissenheit des Rondo-Finales, lotet er jede dynamische Nuance der Partitur aus. Gleichzeitig brilliert die Interpretation in Sachen Präzision und lebendigem Orchesterklang. Insgesamt leidet die gelungene Interpretation jedoch unter der überambitionierten Aufnahmequalität. Gerade die voluminösen Tutti-Passagen wirken durch die der Aufnahme geschuldeten Überbetonung des tiefen Schlagwerks unausgewogen.

Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Mariss Jansons (Leitung)
BR-Klassik

Auch interessant

Anzeige
CD-Verlosung Gabriel Feltz – Mahler: Sinfonie Nr. 8

Sinfonie der Tausend

Gabriel Feltz führt den vielbeachteten Mahler-Zyklus des Labels DreyerGaido fort. concerti verlost acht CDs mit Gustav Mahlers achter Sinfonie. weiter

TV-Tipp 12.4.: 3sat Mahlers Auferstehungssinfonie

Monumental

Daniel Harding und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks präsentieren Mahlers „Auferstehungssinfonie“ als überwältigendes Klangerlebnis. weiter

Anzeige
Opus Klassik 2019: Ádám Fischer & Düsseldorfer Symphoniker

Seine Zyklen hinterlassen Spuren

Für ihre Einspielung von Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 3 erhalten die Düsseldorfer Symphoniker mit Ádám Fischer den OPUS Klassik 2019 in der Kategorie „Sinfonische Einspielung Musik 19. Jahrhundert“. weiter

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *