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Rezension Miró Quartet – Hearth

Willkommen anders

Das Miró Quartet deutet ganz ohne Kitsch den klingenden Winter neu – von „In dulci jubilo“ bis „In the Bleak Midwinter“.

vonChristoph Vratz,

Mit zwei traditionellen Weisen eröffnet das Miró Quartet sein Album mit dem Titel „Hearth“ (zu Deutsch etwa: „Feuerstelle“). Auf „In dulci jubilo“ folgt das englische „The first Noël“. Wir sollen uns also behaglich um den Kamin versammeln und Melodien von einst und jetzt folgen, Werke und Bearbeitungen von Anna Clyne, Clarice Assad, Gabriel Kahane, Reena Esmail, Paola Prestini und anderen. Das ist kein kitschvergnügtes Album vertrauter Lieder in neuem Gewand, sondern ein Repertoire, das Besinnliches ebenso einfängt wie den Gedanken von Hoffnung oder alte Erinnerungen. Das Miró Quartet verzichtet auf einen säuselnden Ton. Wenn die Geige in Holsts „In the Bleak Midwinter“ singt, klingt sie nicht zuckrig. Dafür sorgt schon die raunende Begleitung der anderen Stimmen. Über den zusätzlichen Hall in Clynes „Mothers Lullaby“ darf man sicher streiten, weniger über Joel Loves geschickte Bearbeitung von „Stille Nacht“. Ein Winter-Album der anderen Art. Ein willkommener Ansatz gegenüber dem sonst oft so Gleichen.

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Hearth
Werke von Holst, Clyne, Praetorius, Scott, Puts, Assad, Begay, Lipman u. a.

Miró Quartet
Pentatone

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