Nicht immer ist der Grund, einem Komponisten an einem bestimmten Ort ein Festival zu widmen, ein so guter wie in Gohrisch. Die Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch berufen sich nicht nur darauf, dass der russische Komponist zweimal im Gästehaus des Ministerrates der DDR im Kurort Gohrisch eingekehrt ist – das erste Mal 1960 für sechs Tage, das zweite Mal 1972 für mehrere Wochen. Sie unterstreichen ihre Bedeutung auch mit der Tatsache, dass Schostakowitsch hier – nämlich unter der Buche am Teich im Innenhof des Gebäudekomplexes – eines seiner wichtigsten Werke komponierte: das achte Streichquartett c-Moll op. 110, das noch dazu das einzige Musikstück ist, das der Meister der russischen Moderne außerhalb der Sowjetunion zu Papier brachte. Verständlich daher, dass man in der „Sächsischen Schweiz“ gerne an den berühmten Kurgast erinnert und seiner Musik in diesem Jahr mit acht Veranstaltungen in der Konzertscheune einen roten Teppich ausrollt. Das „Sonderkonzert am Vorabend der Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch“ findet allerdings im rund 40 Kilometer entfernten Kulturpalast Dresden statt. Hier lockt die Sächsische Staatskapelle nicht nur mit der erstklassigen Solistin Isabelle Faust, sondern auch mit zwei Wegmarken in Schostakowitschs Biografie: dem düsteren zweiten Violinkonzert, das den prekären gesundheitlichen Zustand des Komponisten widerspiegelt, und seine zehnte Sinfonie, die als Reaktion auf Stalins Tod von Terror und Befreiung kündet.
Internationale Schostakowitsch Tage Gohrisch: Sonderkonzert vor Festivalbeginn
Zu Gast in Gohrisch
Isabelle Faust und die Sächsische Staatskapelle Dresden eröffnen die Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch im Kulturpalast Dresden.
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Internationale Schostakowitsch Tage Gohrisch
25. – 28. Juni 20261960 und 1972 besuchte Dmitri Schostakowitsch den Kurort Gohrisch in der Sächsischen Schweiz. Seit 2010 beleuchten hier die Internationalen Schostakowitsch-Tage… Weiter
Termine
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Rheingau Musik Festival
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