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Augustin Hadelich & Thomas Guggeis in Dresden

Romantisch eingesprungen

Dirigent Thomas Guggeis springt mit Dvořák kurzfristig für seine französische Kollegin Marie Jacquot ein.

vonPatrick Erb,

Eigentlich zählt Ludwig van Beethovens Violinkonzert streng genommen noch nicht zur Romantik. Aufgrund seiner ausgreifenden Dimensionen und technischen Virtuosität setzte sich das Werk jedoch erst nach dem Tod des Komponisten und damit in einer späteren Epoche endgültig durch. Entscheidenden Anteil daran hatte seine Wiederentdeckung im Jahr 1844, als der erst zwölfjährige Geiger Joseph Joachim das Konzert unter der Leitung von Felix Mendelssohn spielte. Heute gehört Beethovens Violinkonzert längst zum Kernrepertoire der großen Orchester, so auch der Sächsischen Staatskapelle Dresden, die es gemeinsam mit Augustin Hadelich präsentiert.

Ursprünglich wollte Marie Jacquot dem Beethoven-Klassiker Béla Bartóks „Konzert für Orchester“ gegenüberstellen: ein sinfonisch dicht gewobenes Geflecht konzertierender Instrumentengruppen. Krankheitsbedingt musste die französische Dirigentin jedoch absagen. Kurzfristig übernimmt nun Thomas Guggeis, Chef des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Anstelle Bartóks dirigiert er Dvořáks siebte Sinfonie d-Moll op. 70, die sich mit böhmisch-folkloristischen Anklängen, dramatischer Wucht und kräftigem orchestralem Feuer längst als Klassiker der Romantik etabliert hat.

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