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Rezension Sascha Goetzel – Korngold: Sinfonietta

Klang-Amalgam

Mit dem Orchestre National des Pays de la Loire durchleuchtet Sascha Goetzel die Wiener Komponistentrias Korngold, Schreker und Krenek.

vonChristoph Vratz,

Dirigent Sascha Goetzel hat bereits mehrfach ein Händchen für die Kompilation ungewöhnlicher Programme bewiesen. Mit dem Orchestre National des Pays de la Loire wagt er sich nun an die Trias Franz Schreker, Erich Wolfgang Korngold und Erich Krenek: ein Rendezvous von Komponisten, die vom Wien des Fin de siècle geprägt worden sind. Für den gebürtigen Wiener Goetzel also eine Art musikalisches Heimspiel. So bietet diese Aufnahme eine Reihe von delikat musizierten Sätzen, etwa das „Molto andante“ aus Korngolds Sinfonietta. Das ist, der Vorgabe gemäß, träumerisch: ein spätromantisches Weben, aus dem sich anfangs behutsam die melancholische Oboe herausschält. Auch das knapp 20-minütige „Potpourri“ von Ernst Krenek zeigt, dass das französische Orchester den wandlungsfähigen Charakter dieser Musik glaubwürdig vermitteln kann, ohne aufdringlich zu sein. Ein insgesamt kunstvoll einstudiertes Klang-Amalgam.

Sascha Goetzel
Sascha Goetzel

Korngold: Sinfonietta op. 5, Schreker: Ouvertüre zu „Die Gezeichneten“, Krenek: Potpourri op. 54

Orchestre National des Pays de la Loire, Sascha Goetzel (Leitung)
BIS

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