Spielwitz und Emotion

Rezension So Jin Kim – Mozart: Violinkonzerte

Spielwitz und Emotion

So Jin Kim und das Kurpfälzische Kammerorchester ziehen bei Mozarts Violinkonzerten an einem Strang – voller Spielfreude und gleichzeitig mit größter Sorgfalt.

Verschmitzt, mit Mozarts Schalk im Nacken kommen hier die Rahmensätze der Violinkonzerte Nr. 3 und 5 daher. Die jubilierende Spielfreude lässt den Funken sofort und immer wieder überspringen, mit charmant lockerem, schlankem, gleichzeitig strahlendem Gesamtklang. Auf diese Weise gehen So Jin Kim und das Kurpfälzische Kammerorchester vor. Die Geigerin bringt in ihrem Solopart Mozarts quirligen Spielwitz souverän mit lässig-leicht wirkender Virtuosität zusammen. Und sie führt dezent verschattete Nuancen ein. Alles präzise in der Linienführung, auch in den Verzierungen, mit tief empfundenen Emotionen in den Adagios. Und dass Mozart in seinen Konzerten ganz nebenbei die ausgeklügelten Kombinationen von Charakteren und Gefühlswelten seiner Opern genuin instrumental beleuchtet, das vermittelt sich hier unmittelbar. Inspiriertes Kollektiv und brillierende Solistin ergänzen sich hier aufs Beste. Womöglich gelingt dies auch deshalb so intensiv, weil So Jin Kim wie zu Mozarts Zeiten von der Geige aus das Orchester leitet.

Mozart: Violinkonzerte KV 216 & 219

So Jin Kim (Violine & Leitung), Kurpfälzisches Kammerorchester
Ars Produktion

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