Brad Mehldau, geboren am 23. August 1970 in Jacksonville (Florida), gehört zu den einflussreichsten Pianisten des zeitgenössischen Jazz. Nach einer klassischen Klavierausbildung studierte er ab 1988 unter anderem bei Fred Hersch und Kenny Werner an der New School for Jazz & Contemporary Music in New York. 1994 machte er als Mitglied im Quartett des Saxofonisten Joshua Redman auf sich aufmerksam. Ein Jahr später gelang ihm der internationale Durchbruch mit dem neu gegründeten Brad Mehldau Trio, in dem er an der Seite von Bassist Larry Grenadier und Schlagzeuger Jeff Ballard spielt. Bis heute zeichnet sich seine Musik durch komplexe Metren, kontrapunktische Linienführung und das gleichberechtigte Zusammenspiel aller Triopartner aus.
Darüber hinaus ist Mehldau auch als Solopianist erfolgreich, dessen Repertoire neben Eigenkompositionen auch Bearbeitungen aus der populären Musik umfasst. Auf der klassischen Konzertbühne arbeitete er bereits mit Sängern wie Anne Sofie von Otter, Ian Bostridge und Renée Fleming zusammen. Für das 2020 veröffentlichte Album „Finding Gabriel“ wurde Mehldau mit einem Grammy ausgezeichnet, 2006 erhielt er den Miles Davis Award des Montreal Jazz Fest.


