Es gab tatsächlich unproduktivere Epochen für zeitgenössische Komponisten als gerade in der späten Phase der DDR: Die Förderung von Kunst und Kultur war dem kleinen Land sehr wichtig. Biennalen und Festivals aller möglichen Sparten waren ebenso wie die teils auf fragwürdige Weise zustande gekommenen sportlichen Erfolge ein Aushängeschild auf der internationalen Bühne. Doch nach der Wende war diese Förderung schlagartig vorbei, standen DDR-Komponisten unter dem Generalverdacht der Staatskunst, der wie alle Pauschalurteile vollkommen in die Irre ging und sich doch in den Köpfen festfraß.
Dennoch ist in den letzten Jahren das Interesse für das vielfältige Schaffen der DDR-Komponisten wieder erwacht. In Halle folgt so die Kammerakademie des Staatsorchesters in ihrem ersten Akademiekonzert einer „Klangspur Ost“ und spielt unter anderem Werke von Hanns Eisler, Gerd Natschinski und Kurt Schwaen – allesamt Größen ihrer Zeit, die denselben Ruhm auch heute vollkommen verdient hätten.
Termintipp
Do., 28. Mai 2026 12:00 Uhr
Konzert
Do., 28. Mai 2026 16:30 Uhr
Musik in Kirchen
Mozart und die Bewahrung der Schöpfung
Mozart Nature Fest
Do., 28. Mai 2026 17:00 Uhr
Kinder & Jugend
Ernie & Bert: Der-die-das Orchesterkonzert!
NDR Elbphilharmonie Orchester
Do., 28. Mai 2026 18:00 Uhr
Musiktheater
R. Strauss: Der Rosenkavalier
Anna Brull (Octavian), Markus Butter (Herr von Faninal), Polina Pastirchak (Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg), Wilfried Zelinka (Der Baron Ochs auf Lerchenau), Tetiana Miyus (Sophie), Corina Koller (Jungfer Marianne Leitmetzerin), Martin Fournier (Valzacci), Neira Muhić (Annina), Vassilis Christopoulos (Leitung), Philipp M. Krenn (Regie)
Do., 28. Mai 2026 18:00 Uhr
Tanztheater
Marilyn
Adonai Luna (Choreografie)








