Ein entrücktes Lächeln huscht über Robert Schumanns Gesicht, als seine Frau Clara ihn endlich besuchen darf. „Das war der traurigste Tanz von der Welt, aber: ein Tanz“, sagt daraufhin sein Pfleger. Der berühmte Komponist ist geisteskrank und befindet sich in einer Irrenanstalt in der Nähe von Bonn, nachdem er am Rosenmontag 1854 von einer Brücke in den Rhein sprang, um sich umzubringen. Die Diagnose lautet: „Melancholie mit Wahn“. Die Szene, die aus Peter Härtlings Roman „Schumanns Schatten“ stammt, ist einer der anrührendsten Momente der Wort-Musik-Collage, die der Schauspieler Matthias Brandt und der Pianist Jens Thomas auf die Bühne des Nikolaisaals bringen. Auch die realen Krankenakten, die 2006 veröffentlicht wurden, liegen dem Programm zugrunde. Schumann sei jemand gewesen, „der seine Musik verliert, als Bild für Persönlichkeitsverlust“, erklärt Brandt. Mit Tönen, Worten, Gesten und Stille nähert sich das Duo den seelischen Abgründen, in die der Künstler abglitt.
Termintipp
Fr., 01. Mai 2026 11:00 Uhr
Konzert
Europakonzert der Berliner Philharmoniker
Gautier Capuçon (Violoncello), Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko (Leitung)
Fr., 01. Mai 2026 11:00 Uhr
Konzert
Viatores Quartet
Schwetzinger SWR Festspiele
Fr., 01. Mai 2026 11:00 Uhr
Konzert
Tara Stafford Spyres, Michael Spyres, Wiener Johann Strauss Orchester, Alfred Eschwé
Werke von J. Strauss (Sohn) & Lehár
Fr., 01. Mai 2026 14:30 Uhr
Kinder & Jugend
Die kleine Zauberflöte
Berus Komarschela (Tamino), Henry Klein (Sarastro), Oda Lou Johansen (Pamina & 2. Dame), Jihyun Kang (Königin der Nacht & 1. Dame), Susanne Lichtenberg (Papagena & 3. Dame), Simon Thorbjørnsen (Papageno), Christian Richard Bauer (Monostatos), Marius Adam (Leitung & Regie)
Fr., 01. Mai 2026 14:30 Uhr
Musiktheater
Komm mit nach Varasdin!
Thomas Wicklein (Leitung), Stefan Haufe (Regie)






