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Buch-Rezension Martin Geck

Zu viel

Wer viel weiß, gerät leicht in Gefahr, zu viel zu sagen. Wer viel unterbringen möchte, sprengt mitunter den Rahmen. Martin Geck weiß viel über Wagner, sehr viel. Nicht nur als Mitarbeiter am Wagner-Werk-Verzeichnis beschäftigt er sich seit Jahrzehnten mit „seinem“ Komponisten. Doch leider packt er so viel in das Gedankengebäude seiner Biographie, dass er es…

vonMichael Blümke,

Wer viel weiß, gerät leicht in Gefahr, zu viel zu sagen. Wer viel unterbringen möchte, sprengt mitunter den Rahmen. Martin Geck weiß viel über Wagner, sehr viel. Nicht nur als Mitarbeiter am Wagner-Werk-Verzeichnis beschäftigt er sich seit Jahrzehnten mit „seinem“ Komponisten. Doch leider packt er so viel in das Gedankengebäude seiner Biographie, dass er es damit fast zum Einsturz bringt. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit – und er findet eine Menge – fügt er noch eine Anmerkung, noch einen Querverweis ein und schafft es, auf etwa 350 Seiten Text weit über 900 davon unterzubringen. Dabei ist Gecks Konzept, die Werke des Meisters in einen geschichtlichen, ästhetischen und rezeptiven Kontext zu setzen, anstatt eine weitere herkömmliche Biographie zu verfassen, absolut lobenswert. Die Umsetzung allerdings ist es weniger.

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