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Musikfest Berlin 2024

Über den großen Teich

Aller Augen und Ohren richten sich beim Musikfest Berlin nach Amerika.

vonPatrick Erb,

Mit Gästen wie dem São Paulo Symphony Orchestra oder dem Boston Symphony Orchestra richtet das ­Musikfest Berlin den Fokus auf die Vielfalt des amerikanischen Kontinents. Auch das kompositorische Schaffen dieser Regionen steht im Vordergrund. Einen deutlichen Akzent setzt das Ensemble Modern, das in drei Konzerten die US-Amerikanerin Ruth Crawford Seeger porträtiert. Deren Werke sind von Neoromantik, Impressionismus und Neoklassizismus geprägt und stehen damit in der europäischen Musiktradition. Mit ihrer Experimentierfreudigkeit schuf Seeger Werke, die in der aufblühenden Kunstmusik der Vereinigten Staaten des frühen 20. Jahrhunderts herausstachen. Auf sie geht auch der „dissonant counterpoint“ zurück, eine aus Dissonanzen heraus gedachte Form des Kontrapunkts. Zu hören sind sowohl von der Folk­lore beeinflusste Werke wie die Orchesterfantasie „­Rissolty Rossolty“ (1941) als auch deutlich von komplexer Kontrapunktik getragene Kompositionen wie das Streichquartett von 1931.

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«Die Lieben der Berenice» – Tanzoper über eine schillernde Frauenfigur

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Einer der spannendsten zeitgenössischen Choreografen, Anton Lachky, entwirft gemeinsam mit TanzLuzern und dem Opernensemble auf fragmentarische Weise ein dynamisches Gesamtkunstwerk rund um die schillernde Frauenfigur Berenice. Die spartenübergreifende Produktion vereint Werke bedeutender Komponisten und Komponistinnen wie Gluck, Haydn, Jommelli, Martines und Mozart und wird musikalisch vom Luzerner Sinfonieorchester unter der Leitung von Andreas Spering getragen.

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