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Bohuslav Martinů

Bohuslav Martinů

Bohuslav Martinů (* 8. Dezember 1890 in Polička; † 28. August 1959 in Liestal) arbeitete schnell. Zudem war er war ein wandlungsfähiger Komponist. Sein umfangreiches und vielfältiges Schaffen zeigt einige Grundkonstanten: Auffällig ist ein stets enger Bezug zur tschechischen Volksmusik, der sein Werk oft sehr „musikantisch“ erscheinen lässt. Seine Kompositionen sind häufig vital und tänzerisch. Besonders differenziert ist Martinůs Rhythmik, die eine reizvolle Spannung zwischen regelmäßigen und unregelmäßigen Elementen sowie ständige Taktwechsel aufweist. Die Harmonik ist relativ traditionell, hat aber eine eigene Ausprägung – es entstehen ganz neue Zusammenhänge und Klangfarben; das Festhalten an einer erweiterten Tonalität schließt aber teilweise harsche Dissonanzbildungen nicht aus. Herkömmlichen Formen zieht Martinů freiere, rhapsodische Formen vor; Grundlage seiner Musik sind nicht so sehr Themen als vielmehr Motive, die einer vielschichtigen Verwandlung unterzogen werden. Während er zunächst besonders vom Impressionismus beeinflusst war, hatte die Begegnung mit der Musik von Igor Strawinsky und der Groupe des Six in Paris auf sein Schaffen nachhaltigen Einfluss. Er wandte sich von dieser Zeit an dem Neoklassizismus zu und baute teilweise Elemente des Jazz in seine Tonsprache ein. Einige seiner späten Werke lassen einen Hang zu einer gelassenen Diatonik erkennen, doch gibt es auch hier Ausnahmen (wie beispielsweise die Parabeln).
Martinůs Musikverständnis stand in Gegensatz zur traditionellen Auffassung der Romantik. Für ihn war Musik kein subjektiv-gefühlshaftes Bekenntnis mit weltanschaulicher Bedeutung, sondern eher ein Spiel mit Tönen. Daher hat er auch viele Werke komponiert, die als „Hausmusik“ bezeichnet werden können. Einige seiner späteren Werke stehen freilich in Gegensatz zu dieser Auffassung und widmen sich eher philosophischen Gedankengängen. Martinů zählt zu den bedeutendsten tschechischen Komponisten. Sein Schaffen, insbesondere die Orchesterwerke und die Kammermusik, wird in letzter Zeit verstärkt öffentlich wahrgenommen.

    Freitag, 20.09.2019 19:30 Uhr Oper Frankfurt

    Martinů: Julietta

    Alexander Prior (Leitung), Florentine Klepper (Regie)

    Freitag, 27.09.2019 20:00 Uhr Konzerthalle Bamberg

    Saisoneröffnungskonzert

    Frank Peter Zimmermann (Violine), Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša (Leitung)

    Samstag, 28.09.2019 19:30 Uhr Oper Frankfurt

    Martinů: Julietta

    Alexander Prior (Leitung), Florentine Klepper (Regie)

    Sonntag, 29.09.2019 17:00 Uhr Konzerthalle Bamberg
    Montag, 30.09.2019 20:00 Uhr Heinrich-Lades-Halle Erlangen
    Mittwoch, 02.10.2019 20:00 Uhr Kurhaus Bad Wörishofen
    Samstag, 05.10.2019 19:30 Uhr Oper Frankfurt

    Martinů: Julietta

    Alexander Prior (Leitung), Florentine Klepper (Regie)

    Sonntag, 13.10.2019 17:00 Uhr Stift Keppel Hilchenbach

    Anar Ibrahimov, Erik Asgeirsson, Anastasija Avdejeva, Ji-Eun Lee, Luciano Cruz, Markus Heeb

    Tartini: Teufelstrillersonate g-Moll, Ponchielli: Capriccio op. 80, Tschaikowsky: Nocturne op. 19/4 cis-Moll, Gaubert: Madrigal, Taffanel: Migno Grand Fantasie, Martinů: Variationen über ein Thema von Rossini, Deslandres: Introduction et Polonaise, Bizet: Carmen-Fantasie

    Samstag, 02.11.2019 18:00 Uhr Konzerthalle Ulrichskirche Halle (Saale)

    Böhmische Rhapsodie

    Zhora Sargsyan (Klavier), Kammerakademie Halle, Armando Merino (Leitung)

    Sonntag, 03.11.2019 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Roger Norrington

    Mozart: Sinfonie Nr. 38 D-Dur KV 504 „Prager“, Martinů: Sinfonie Nr. 3

    Das Theremin

    Sphärische Töne

    Jeder kennt es, kaum jemand kann es spielen: Das Theremin… weiter