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Rezension Christoph Heesch: The Golden Age – Cello 1925

Geglückter Aufbruch

Cellist Christoph Heesch nimmt sich konzertante Werke aus den Zwanzigerjahren vor, die für die modernen Aufbrüche jener Jahre stehen.

vonEcki Ramón Weber,

Der Mann ist gerade mal 23 Jahre alt. Und abgesehen davon, dass er bereits über erstaunliche Souveränität auf seinem Instrument verfügt, hat er ganz genaue Programmvorstellungen. So nimmt sich der junge Cellist Christoph Heesch auf seiner Debüt-CD konzertante Werke aus den zwanziger Jahren vor, die allesamt für die Aufbrüche jener Jahre stehen: Das große Orchester mit seinem verfetteten Klang gilt damals als veraltet, ebenso der romantische Gefühlsüberschwang. Kleinere, unkonventionelle Besetzungen, klare Konturen, Wendigkeit, Schwung, Prägnanz, kompakte Formen sind stattdessen angesagt. Das vereint die vier Werke von Hindemith, Ibert, Toch und Martinů. Die unterschiedlichen Stücke gestalten Heesch und seine Mitstreiter stilsicher, lebhaft, minutiös ausgefeilt und mit Verve, dass es das reine Glück ist. Da stimmt jeder Triller und jede Farbnuance. Ein brillanter Beginn.

The Golden Age – Cello 1925
Hindemith: Kammermusik Nr. 3
Ibert: Konzert für Cello & Blasorchester
Toch: Konzert für Cello & Kammerorchester op. 35
Martinů: Concertino für Cello, Bläser, Klavier & Schlagzeug c-Moll

Christoph Heesch (Violoncello), Eroica Berlin, Jakob Lehmann (Leitung)
Genuin

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