Bryn Terfel © Mat Hennek/DG

Bryn Terfel

Bryn Terfel

Urgewaltig und durchdringend, gar aus „flüssigem Erz“ mit einem „ruhig moorigen Whisky-Timbre“ (Welt) sei sie, die Stimme des Opernsängers Bryn Terfel. Der große, kräftige Waliser zählt derzeit zu den berühmtesten Bassbaritonen der Opernwelt und schlüpft regelmäßig in die unterschiedlichsten Rollen – allzu gerne in die des Bösewichts.

Bryn Terfel wurde 1965 in Pant Glas (County of Gwynedd, Wales) geboren und studierte von 1984 bis 1989 unter anderem bei Arthur Reckless und später bei dem deutschen Gesangslehrer Rudolf Piernay an der Londoner Guildhall School of Music & Drama. Bereits hier war Wagnerrepertoire gefragt sowie das Studium zahlreicher deutscher Kunstlieder. 1988 erhält er das Kathleen-Ferrier-Memorial-Stipendium und gewann ein Jahr später beim Wettbewerb „Singer of the World“ als Vertreter von Wales in Cardiff den ersten Preis in der Kategorie „Lied“.

Auf diese Zeit blickt der Waliser noch heute gerne zurück, führten sie ihn an die deutsche Sprache heran und bildeten ein wichtiges Fundament für seine nachfolgenden, großen Rollen: Wagners Wotan und Mozarts Figaro zum Beispiel, nicht zu vergessen Strauss’ Jochanaan und Verdis dicker Ritter Falstaff sowie all die prunkvollen Könige und Zaren sowie lustvoll-düsteren Schurken, Dämonen und Teufel, deren mystisch-facettenreiche Charaktere Terfels Repertoire heute so glanzvoll abrunden.

Seit seinem Operndebüt 1990 als Guglielmo in „Così fan tutte“ an der Welsh National Opera folgten für Terfel zahlreiche Engagements an den großen Opern- und Konzerthäusern dieser Welt, darunter das Royal Opera House, die Metropolitan Opera, die Bayerische und die Wiener Staatsoper, die Pariser Oper, das Sydney Opera House, das Teatro alla Scala, die Carnegie Hall und weitere mehr.

Seine Diskographie umfasst neben dem klassischen Opernrepertoire auch Werke des amerikanischen Musiktheaters, walisische Lieder sowie geistliche Musik. Auch einen Grammy sowie den Gramophone und Classical Brit Award darf er sein eigen nennen. Zudem ist er der künstlerische Leiter eines von ihm gegründeten jährlichen Festivals in Faenol, Nord-Wales.

Seit Januar 2017 schmückt den Bassbariton auch ein klangvoller Rittertitel: Sir Bryn Terfel.

Nachfolgend ein Auszug aus „Der Fliegende Holländer“ von 2013 am Opernhaus Zürich:

Donnerstag, 11.07.2019 20:00 Uhr Bayerische Staatsoper

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