TV-Tipp 10.11.: Der Barbier von Sevilla

Starbesetzung in Verona

Der Regisseur Hugo de Ana bringt in Verona eine überarbeitete Fassung seiner Inszenierung von Rossinis „Barbier von Sevilla“ mit Starbesetzung auf die Bühne.

Il barbiere di Siviglia/Arena die Verona © FotoEnnevi/ZDF

Szenenbild aus "Il barbiere di Siviglia"

Vor zehn Jahren brachte der argentinische Regisseur Hugo de Ana in der Arena di Verona seine gefeierte Inszenierung von Gioachino Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ erstmals zur Aufführung. Nun kehrte er im letzten August für fünf Abende mit einer überarbeiteten Version seiner Regiearbeit nach Verona zurück – und überzeugte abermals mit opulentem Bühnenbild und einer mitreißenden Inszenierung.

Leo Nucci gibt seine Abschiedsvorstellung in seiner Paraderolle als Barbier von Sevilla

Il barbiere di Siviglia/Arena die Verona: Leo Nucci gibt seine Abschiedsvorstellung in seiner Paraderolle als Barbier von Sevilla © FotoEnnevi/ZDF

Für seine Fassung des Rossini-Klassikers verwandelte der Regisseur den Innenraum des römischen Amphitheaters in einen überdimensionalen, fantastischen Garten mit Rosengewächsen so groß wie Bäume, einem Labyrinth aus meterhohen Hecken und Riesenschmetterlingen. Gemeinsam mit der Choreografin Leda Lojodice und einer Starbesetzung mit Leo Nucci als Figaro und Ferruccio Furlanetto als Basilio gelang ihm eine fulminante Inszenierung vor insgesamt 22.000 begeisterten Opernfans.

Zusätzlich bewegend war der Abend, da sich der 76-jährige Bariton Leo Nucci mit dieser Titelrolle von der Opernbühne verabschiedete. Neben den beiden Publikums-Lieblingen Nucci und Furlanetto überzeugte die junge georgische Sopranistin Nino Matschaidse in ihrer Rolle als Rosina. Die musikalische Leitung der Inszenierung übernahm der Dirigent Daniel Oren.

Siegeszug trotz Uraufführungsfiasko

„Der Barbier von Sevilla“ entstand als Auftragswerk des Teatro Argentina in Rom in weniger als nur drei Wochen und wurde am 20. Februar 1816 ebendort unter der Leitung von Gioachino Rossini uraufgeführt. Vorangegangen waren eine chaotische Planung, finanzielle Engpässe, noch unbesetzte Rollen bis kurz vor der Aufführung sowie der Tod des Auftraggebers Francesco Sforza-Cesarini. Heute zählt die Oper, trotz einer katastrophalen Erstaufführung mit auf der Bühne stürzenden Sängern, wilden Katzen auf der Bühne und einem pfeifenden Publikum zu den am meisten gespielten Opern weltweit.

3sat überträgt Hugo de Anas Inszenierung von „Der Barbier von Sevilla“ nun erstmals am 10. November um 20:15 Uhr im deutschen Fernsehen.

Sehen Sie einen Ausschnitt aus „Der Barbier von Sevilla“ inszeniert von Hugo de Ana:

concerti-Tipp:

„Der Barbier von Sevilla“
Opera buffa in zwei Akten von Gioachino Rossini aus der Arena di Verona
Sa. 10.11.2018, 20:15 Uhr
3sat

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