Konzert der Orpheum Stiftung

Im Dienste der Solisten von morgen

„Young Soloists on Stage“ ist der Titel des ersten Konzerts der renommierten Schweizer Orpheum Stiftung in diesem Jahr. Deren künstlerisches Förderkonzept hat schon bei manchem Nachwuchssolisten für den entscheidenden Karriereschub gesorgt, etwa bei Veronika Eberle, Martin Grubinger, Nicolas Altstaedt oder Kiril Gerstein

© Miguel Tosto

Mélodie Zhao

Mélodie Zhao

Seit über 25 Jahren spürt die Schweizer Orpheum Stiftung zur Förderung junger Solisten hochtalentierte Musiker auf. Bei den regelmäßigen Konzerten der in Zürich ansässigen Stiftung haben ausgewählte Nachwuchsmusiker die Möglichkeit mit renommierten Spitzenorchestern und Dirigenten zusammenzuarbeiten, um sich so in der internationalen Musikszene zu etablieren. Heute sind beim ersten Orpheum-Konzert die schweizerisch-chinesische Pianistin Mélodie Zhao und der tschechische Violinist Jan Mráček zusammen mit dem Dirigenten Wladimir Fedossejew in der Tonhalle Zürich zu erleben.

Investition in die Zukunft

Förderung mit Nachhaltigkeit ist das Ziel der Orpheum Stiftung, die im Jahr 1990 von zahlreichen kulturbewussten Unternehmern unter der Leitung des heutigen Präsidenten Hans Heinrich Coninx ins Leben gerufen wurde. Entscheidend für das Förderungskonzept war die Beobachtung der Stiftungsgründer, dass viele Nachwuchssolisten im Anschluss an gewonnene Wettbewerbe Schwierigkeiten haben, sich im Musikgeschäft zu etablieren. Durch die von der Stiftung organisierten Konzerte werden den Orpheum-Stipendiaten künstlerische Begegnungen auf höchstem Niveau ermöglicht und gleichzeitig die Chance gegeben, wichtige Beziehungen zu knüpfen.

Ein künstlerisches Kuratorium als Mittelpunkt

Im Zentrum der von Beginn privatwirtschaftlich finanzierten Stiftungsarbeit steht ein künstlerisches Kuratorium, dessen Mitglieder die potentiellen Förderkandidaten dem künstlerischen Howard Griffiths empfehlen. Die Besonderheit ist, dass das Kuratorium, dem unter anderem Daniel Barenboim, Plácido Domingo, Christoph Eschenbach und Mariss Jansons angehören, keine kollektiven Entscheidungen trifft, sondern jedes Mitglied unabhängig und innerhalb seines eigenen künstlerischen Horizonts einen jungen Solisten vorschlägt. Zudem dürfen Gastdirigenten eigene Empfehlungen abgeben, während junge Talente auch von sich aus über ein Bewerbungsverfahren an die Stiftung herantreten können. Einzige Voraussetzung: Sie sind maximal dreißig Jahre alt und verfügen über eine überdurchschnittliche künstlerische Reife.

Karriereschub mit Spitzenorchester

Die jungen Künstler, die von der Orpheum-Stiftung gefördert werden, treten bei den alle zwei Jahre stattfindenden „Internationalen Orpheum Musikfesttagen zur Förderung junger Solisten“ mit renommierten Orchestern und Dirigenten auf. Welche Stücke gespielt werden, entscheiden die Nachwuchsmusiker selbst, wobei die Orpheum-Stiftung beratend zur Seite steht. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet die Stiftung dabei mit dem Tonhalle-Orchester Zürich und dem Tschaikowsky-Symphonieorchester des Moskauer Rundfunks. Neben den erstklassigen Auftrittsmöglichkeiten entwickelt sie neue Konzertformate und bringt eine eigene CD-Reihe mit Aufnahmen der Stipendiaten heraus. Gute Voraussetzung also für Mélodie Zhao und Jan Mráček, die es ins Förderprogramm geschafft haben und dieses Jahr erstmals im Rahmen des hochkarätigen Festivals auftreten werden.

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