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Rezension Alessandro de Marchi

Königlich lässig

Bekanntlich war Preußenkönig Friedrich II. nicht nur Flötist, sondern komponierte auch für sein Instrument. Diese Neueinspielung zeigt den Charme dieser Werke.

vonEcki Ramón Weber,

Die Berliner Staatskapelle feiert dieses Jahr 450-jähriges. Da darf die Erinnerung an einen ihrer bedeutendsten Förderer natürlich nicht fehlen: an Preußenkönig Friedrich II. Zwei erfahrene Orchestersolisten, Flötistin Claudia Stein und Cellist Andreas Greger, haben sich mit Pianist Alessandro De Marchi zusammengetan und einige der Flötensonaten aus royaler Feder eingespielt. Das Ergebnis ist taufrisch: Die Tongebung hat Wärme, es federt, wirkt intim, ist sanglich, anrührend, schwungvoll. Effektvolle klangliche Beleuchtungswechsel sind herauszuhören. Es wird auch mal verspielt und neckisch. Die drei Künstler sind derart souverän in ihrem Element, dass sie geradezu lässig wirken, dabei haben sie sämtliche Nuancen und Schnörkel unter Kontrolle. Interessantes Detail am Rande: Bariton Roman Trekel, langjährig der Staatsoper verbunden, war hier an der Tontechnik – eine seiner Passionen.

Alessandro De Marchi
Alessandro De Marchi

Friedrich II. von Preussen „Friedrich der Große“
Flötensonaten C-Dur, c-Moll, F-Dur, g-Moll, A-Dur & a-Moll
Marchi: Präludien g-Moll & a-Moll, Variationen über Tempo giusto aus der Flötensonate C-Dur von Friedrich II
Marpurg: Preludio aus „Fughe e capricci“ op. 1

Claudia Stein (Flöte), Andreas Greger (Violoncello), Alessandro de Marchi (Hammerklavier)
Naxos

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