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CD-Rezension Alondra de la Parra

Quadratur des Kreises

Alondra de la Parra und Alexej Gorlatch inspirieren sich bei Strawinsky gegenseitig – und reißen das RSB gleich mit

vonEcki Ramón Weber,

Im Booklet sieht man ein Foto, da hocken Alondra de la Parra und Alexej Gorlatch im Schneidersitz auf dem Boden mit einer Partitur von Strawinsky und diskutieren. Dass dieser lockere Umgang nicht bloß behauptete Pose bleibt, beweist das Resultat mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Hier ist eine neue Generation am Werk: Die in New York lebende Dirigentin und der junge Pianist bringen Strawinskys Konzert für Klavier und Blasinstrumente knisternd antiromantisch, knackig, mit Schlagkraft, auf den Punkt, mit scharf geführten Linien und blitzenden Kontrastwirkungen. Auch die Quadratur des Kreises bei Strawinskys Neoklassizismus wird geschafft, nämlich kondensierte Emotionen und Humor in der lapidaren Geste. Das Capriccio kommt schön leicht und elegant daher, mit bewusst hinter Milchglas gehaltenen romantischen Referenzen. Die Orchestermusiker folgen diesen Impulsen hellwach. Beglückend!

Strawinsky: Konzert für Klavier und Blasinstrumente, Capriccio für Klavier und Orchester, Sonate für Klavier fis-Moll
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Alexej Gorlatch (Klavier), Alondra de la Parra (Leitung)
Sony Classical

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