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CD-Rezension Dejan Lazić – The London Connection

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Dejan Lazić ist nicht der größte Klangzauberer auf dem Klavier – auch eine Neueinspielung vermag diese Defizite nicht vergessen zu machen

Es ist bekannt, dass Beethoven auf Anregung von Muzio Clementi eine Klavierversion seines Violinkonzerts D-Dur anfertigte. Einige Einspielungen dieser Bearbeitung liegen vor, die aber allesamt an dem Umstand kranken, dass der Klaviersatz nicht mehr ist als die an manchen Stellen etwas unterfütterte Violinstimme. Manches von dem, was in der Violinfassung großartig klingt, wirkt auf dem Klavier banal – wie der Oktaveinstieg des Solisten im ersten Satz oder die Kantilenen in hohen Lagen im Larghetto. Auch die Neueinspielung des Werks mit Dejan Lazić und dem Netherland Chamber Orchestra vermag diese Defizite nicht vergessen zu machen, zumal Lazić auch nicht unbedingt ein Klangzauberer auf dem Klavier ist. Das merkt man auch bei den beiden Sonaten von Muzio Clementi und Johann Baptist Cramer, die das Beethovenkonzert ergänzen: das harte und wenig organische Spiel des Kroaten ist keine Werbung für diese Musik.

The London Connection
Beethoven: Klavierkonzert op. 61a nach dem Violinkonzert op. 61
Clementi: Klaviersonate h-Moll op. 40 Nr. 2
Cramer: Klaviersonate E-Dur op. 62 „Le retour a Londres“

Dejan Lazić (Klavier), Netherlands Chamber Orchestra, Gordan Nikolić (Leitung)
Onyx

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