Wilder Ritt

CD-Rezension Doric String Quartet – Schubert

Wilder Ritt

Das Doric String Quartet schickt den Hörer in Schuberts spannungsgeladene Seelenwelt

Fieberhaft intensiv und mit geradezu beunruhigend feuriger Entschlossenheit interpretiert das Doric String Quartet Schuberts „Quartettsatz“. Der Hörer wird auf einen wilden Ritt durch Schuberts spannungsgeladene Seelenwelt geschickt. Bis heute wirkt dieser vollendete erste Satz wie ein erregendes Experiment auf dem Weg zu einem neuen Stil. Diese prickelnde Atmosphäre hält das Ensemble auch in dem gut fünfzig Minuten andauernden G-Dur Quartett aufrecht – dabei fällt besonders wohltuend die Einheit des Quartetts auf. Immer wieder kommt es zu einem gemeinsamen Innehalten, was für eine intensive Auseinandersetzung mit dem Werk spricht. Akzentuiert, pointiert und geschlossen musiziert das Doric String Quartet, so dass es unmöglich wird, sich diesem imposanten Klang zu entziehen. Trotz ihrer Dramatik möchte man diese Aufnahme gleich noch einmal anhören.

Schubert: Streichquartett G-Dur D 887 & „Quartettsatz“ c-Moll D 703

Doric String Quartet
Chandos

Termine

Mittwoch, 01.04.2020 20:00 Uhr Laeiszhalle Hamburg

Alina Ibragimova, Cédric Tiberghien, Doric String Quartet

Lekeu: Violinsonate G-Dur, Debussy: Streichquartett g-Moll op. 10, Chausson: Konzert für Klavier, Violine und Streichquartett D-Dur op. 21

Dienstag, 03.11.2020 20:00 Uhr August Everding Saal Grünwald

Doric String Quartet

Beethoven: Streichquartette op. 18/6 & op. 59/1, Dean: Streichquartett Nr. 3 „Hidden Agendas“

Auch interessant

Porträt Doric String Quartet

Britische Stereotypen

Mit Offenheit, Leidenschaft und Höflichkeit hat sich das Doric String Quartet in die großen Konzerthallen gespielt. weiter

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *