Völlig zu Unrecht stehen Schütz’ Cantiones Sacrae immer noch im Schatten der über zwanzig Jahre später entstandenen Geistlichen Chormusik. Dabei sind die Cantiones nicht nur ein zukunftsweisendes Schlüsselwerk der Vokalmusik, sondern auch berückend schön. Dass dieses Werk nun in einer geradezu mustergültigen Aufnahme mit dem Dresdner Kammerchor vorliegt, dürfte nicht nur den Liebhaber alter Musik entzücken. Stimmlich und klangtechnisch hervorragend ausbalanciert und glasklar intoniert bringen Chorleiter Hans-Christoph Rademann und seine Sänger die 40 vierstimmigen Motetten zum Leuchten wie ein Sonnenstrahl, der das vielfarbige Motiv eines Kirchenfensters erhellt. Von problematisch nachhallender Kirchenakustik, wie man sie von anderen Sakralaufnahmen kennt, ist hier nichts zu spüren. Ein Faktum, das die ungewöhnliche Raffinesse dieser stimmungs- und ereignisreichen Stücke mit feinster Pinselführung unterstreicht.
CD-Rezension Dresdner Kammerchor
Mit feinster Pinselführung
Völlig zu Unrecht stehen Schütz’ Cantiones Sacrae immer noch im Schatten der über zwanzig Jahre später entstandenen Geistlichen Chormusik. Dabei sind die Cantiones nicht nur ein zukunftsweisendes Schlüsselwerk der Vokalmusik, sondern auch berückend schön. Dass dieses Werk nun in einer geradezu mustergültigen Aufnahme mit dem Dresdner Kammerchor vorliegt, dürfte nicht nur den Liebhaber alter Musik entzücken.…
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„Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
Seit 2011 leitet Joshua Bell die Academy of St Martin in the Fields. Sein Violinspiel liegt in zahlreichen Aufnahmen vor – und in 20 000 digitalen Samples.
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