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Rezension Felix Krieger – Mascagni: Iris

In Bestform

Mit Sicherheit, authentischen Klangvorstellungen und liebevoll gestalteten Zwischentönen gelingt der Berliner Operngruppe unter Felix Krieger eine beeindruckende Live-Aufnahme.

vonRoland H. Dippel,

„Iris“ leidet zu Unrecht unter der großen Popularität von „Madama Butterfly“. Die Berliner Operngruppe bringt zu ihrem zehnjährigen Jubiläum statt Mascagnis praller Dramatik dessen Exotismus zum Klingen. Im rauschhaften Sonnenhymnus, mit dem die geschändete und tödlich verletzte Iris ins Jenseits eingeht, wie auch in den Szenen des Geishahauses laufen Chor und Orchester unter Felix Krieger zur Bestform auf. Karine Babajanyan singt die umfangreiche Titelpartie auf edlem Fundament. Mit lyrischem Duktus und rubinfarbenem Leuchten überstrahlt sie mühelos die zahlreichen Forte-Stellen. Auch für das 1898 in Rom uraufgeführte Melodramma hat die Berliner Operngruppe also die passgenaue stilaffine Besetzung. Wie bei deren Aufführungen im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Sicherheit, authentische Klangvorstellungen und liebevoll gestaltete Zwischentöne zusammenfallen, hört man in dieser beeindruckenden Aufnahme.

Felix Krieger
Felix Krieger

Mascagni: Iris

Karine Babajanyan (Iris), Samuele Simoncini (Osaka), Ernesto Petti (Kyoto), David Oštrek (Der Blinde), Nina Clausen (Geisha), Andrès Moreno García (Lumoensammler), Chor und Orchester der Berliner Operngruppe, Felix Krieger (Leitung)
Oehms

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