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CD-Rezension Hannes Minnaar spielt Fauré

Ausgewogen

Hannes Minnaar, Hollands große pianistische Nachwuchshoffnung, hat eine Aufnahme mit Klavierwerken von Gabriel Fauré vorgelegt

vonChristian Lahneck,

Die Renaissance von Gabriel Fauré geht weiter. Nun hat der frisch gekürte Gewinner des Niederländischen Musikpreises, Hannes Minnaar, Hollands große pianistische Nachwuchshoffnung, eine Aufnahme mit Klavierwerken vorgelegt, die das ganze stilistische Spektrum Faurés vom Frühwerk bis zum kargen Altersstil abdeckt. Minnaar verwässert nichts. Er taucht die ausgewählten Nocturnes und Barcarollen, die Préludes op. 103 und „Thème et variations“ nicht in betont impressionistisches Licht. Minnaar zeichnet schlichte Linien, horcht genau in die Mittelstimmen, und setzt an Scharnierstellen auf behutsame Verzögerungen und subtile dynamische Abstufungen. Er deutet diese Musik auf gleichbleibend wache, natürliche Weise, und, vor allem, er sieht in Fauré keinen exaltierten Aufreger, sondern einen stillen Weiterentwickler. Daher verzichtet er auf extravagante Experimente. Eine sehr ausgewogene Aufnahme.

Fauré: Klavierwerke
Nocturnes Nr. 1, 7 & 13, Barcarolles Nr. 3 & 12, Thème & Variations op. 73, Impromptu Nr. 5, 9 Preludes op. 103 & Romance sans paroles op. 17 Nr. 3
Hannes Minnaar (Klavier)
Challenge Classics (CD & DVD)

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