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CD-Rezension Howard Arman – Rossini: Stabat Mater

Ausgewogen

Howard Arman, hat sich Rossinis „Stabat Mater“ angenommen. Doch dieser Einspielung fehlt das Geheimnisvolle.

vonChristian Lahneck,

Obwohl in Paris uraufgeführt, ist Rossinis „Stabat Mater“ durchaus italienisch. Der Chor des Bayerischen Rundfunks, das Münchner Rundfunkorchester und Howard Arman haben das Erfolgsstück von einst nun neu eingespielt – mit durchwachsenem Erfolg. Der Fokus dieser Einstudierung liegt (zu sehr) auf dem Chor, das Farbenspiel des Orchesters kommt tendenziell etwas zu kurz, die Vokalstimmen, auch die der Solisten, stehen an erster Stelle. Insofern haben Friscay, Kertesz und zuletzt Pappano 2009 für ein größeres Gleichgewicht gesorgt. Der BR-Chor präsentiert sich hier in guter bis sehr guter Verfassung. Dennoch fehlt dieser Einspielung an einigen Stellen etwas Zentrales: das Geheimnisvolle, der Gänsehaut-Effekt, wie er bei den genannten Vergleichsaufnahmen an unterschiedlichen Stellen einsetzt. Hier klingt das Werk sehr ausgewogen, harmonisch. Das Solisten-Quartett fügt sich nahtlos ein.

Rossini: Stabat Mater

Rosa Feola (Sopran), Gerhild Romberg (Alt), Dmitry Korchak (Tenor), Mika Kares (Bass), Chor des Bayerischen Rundfunks, Münchner Rundfunkorchester, Howard Arman (Leitung)
Sony Classical (2 CDs)

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