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Rezension Maxime Pascal – Weill: Die Dreigroschenoper

Domestizierte Nummern-Revue

Maxime Pascal verantwortet beim Festival von Aix-en-Provence eine französische Neu-Übersetzung von Kurt Weills „Dreigroschenoper“.

vonChristian Lahneck,

Zwei Jahre nach ihrem sensationellen Berliner Debüt-Erfolg kam die „Dreigroschenoper“ 1930 nach Paris, als „L’Opéra de Quat’Sous“. Beim Festival von Aix-en-Provence wurde 2023 das Werk in einer neuen französischen Übersetzung präsentiert, mit dem Ensemble der Comédie-Française, Le Balcon und Maxime Pascal. Regisseur war Thomas Ostermeier, der für diese Audio-Produktion die Verbindungstexte selbst liest. Musikalisch wählt man eine an die Uraufführung angelehnte Version, die nach wie vor in einer Einspielung unter Theo Mackeben zugänglich ist und an der sich die neue Aufnahme messen lassen muss. Mag diese Neu-Produktion in Verbindung mit Szene und Bühne ihre Sogkraft entfalten, als reines Audio-Album erscheint das Ganze wie eine domestizierte Nummern-Revue, die Weills beredter Musik allerdings wenig anhaben kann, zumal hier rhythmisch sehr präzise musiziert wird, auch in der Wort-Ton-Allianz.

Maxime Pascal
Maxime Pascal

Weill: Die Dreigroschenoper (in französischer Sprache)

Comédie-Française, Le Balcon, Maxime Pascal (Leitung)
Alpha Classics

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