Kurt Weill © Bundesarchiv/Wikimedia Commons

Kurt Weill

Kurt Weill (* 2. März 1900 in Dessau; † 3. April 1950 in New York City) ist heute vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht und die gemeinsam entstandenen Werke „Die Dreigroschenoper“ oder „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ bekannt. Die Zusammenarbeit des Busoni-Schülers mit dem Schriftsteller begann 1927, als Weill die Mahagonny-Gesänge aus Brechts Gedichtband „Hauspostille“ vertonte. Nachdem die Premiere in Baden-Baden ein so großer Erfolg war, beschlossen die beiden, das Singspiel in eine Oper umzuarbeiten. Für das nächste gemeinsame Projekt, „Die Dreigroschenoper“, verarbeitete Kurt Weill Einflüsse zeitgenössischer Tanzmusik und Jazz-Elemente.
1933 musste Kurt Weill wegen seiner jüdischen Abstammung zunächst nach Frankreich fliehen und emigrierte 1935 in die USA. Dort zählte er in den 1940er Jahren zu den erfolgreichsten Komponisten am New Yorker Broadway. Zu den wichtigsten Werken in dieser Zeit gehören die Oper „Street Style“ und die musikalische Tragödie „Lost in the Stars“. Viele seiner Werke basieren auf aktuellen politischen Ereignissen und weisen Tendenzen aus Kultur und Gesellschaft auf, so auch das ebenfalls in New York entstandene Oratorium „Eternal Road“, das die Geschichte von Juden erzählt, die sich vor einem Pogrom in eine Synagoge retten.
Kurt Weill definierte den Opernbegriff neu, indem er nicht mehr Arien, sondern „Songs“ verwendete und durch ein musikalisches Konzept der Einfachheit Assoziationen mit der konventionellen Oper vermied.

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