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CD-Rezension Quatuor Debussy – Preludes for a Quartet

Für Kenner

Gemeinsam mit vier Jazzmusikern widmet sich das Quatuor Debussy den Préludes ihres Namensgebers.

vonJohann Buddecke,

Gemeinsam mit vier französischen Jazzmusikern hat sich das Quatuor Debussy den Préludes ihres Namensgebers gewidmet, der mit seiner impressionistischen Klangfarbe auch zahlreiche Jazzmusiker beeinflusste. Insgesamt enthält die Einspielung zehn der ursprünglich vierundzwanzig für Klavier komponierten Stücke – hier dargeboten in neuen Arrangements für Streichquartett erweitert durch Akkordeon, Klavier, Vibraphone und Kontrabass. Den Hörer erwartet eine tatsächlich oft an den Jazz anmutende Klangfarbe, so kommen die Bearbeitungen mit Vibrafon den Third Stream-Experimenten des Modern Jazz Quartet erstaunlich nahe. Auch die reinen Quartettarrangements offenbaren den einen oder anderen „jazzy“ Moment in Debussys Originalwerken, ohne die ursprüngliche Komposition in ihren Grundzügen zu sabotieren. Wirklich horizonterweiternd ist die Einspielung jedoch nur für Kenner der Préludes, deren Bearbeitungen im Bezug auf die Ursprungswerke ihre Wirkung erzielen – Aha-Effekt inklusive!

Preludes for a Quartet – Debussy … et le jazz

Quatuor Debussy, Jacky Terrasson & Jean-Philippe Collard-Neven (Klavier), Vincent Peirani (Akkordeon), Franck Tortiller (Vibrafon), Jean-Louis Rassinfosse (Kontrabass)
harmonia mundi

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