Die kunstvolle Verquickung verschiedener musikalischer Sprachen, expliziter Raum für Improvisation und das Behandeln von Themen wie Herkunft und soziale Gerechtigkeit kennzeichnen das Schaffen der preisgekrönten afroamerikanischen Komponistin Jessie Montgomery. Eigenschaften, die gleichwohl auf den Cellisten Abel Selaocoe zutreffen. Dieser hat sich in den vergangenen Jahren als genialer Grenzgänger zwischen musikalischen Welten erwiesen – dem klassischen europäischen Repertoire begegnet er mit derselben Hingabe wie Weltmusik aus seiner südafrikanischen Heimat –, aber auch als Improvisationstalent, Sänger und Performer sorgt er international für Aufsehen. In dieser Spielzeit ist der 34-Jährige „Artist in Fokus“ beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Im Rahmen des Saisonschwerpunkts „Afrodiaspora – Composing While Black“ bringt Selaocoe nun unter Leitung von Giancarlo Guerrero Montgomerys neues Cellokonzert „These Righteous Paths“ zur Uraufführung.
Abel Selaocoe mit Uraufführung von Jessie Montgomery in Berlin
Ein Cellokonzert für Abel Selaocoe
Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin hebt Abel Selaocoe das für ihn geschriebene Cellokonzert von Jessie Montgomery aus der Taufe.
-
Er spielt Violoncello, singt dazu gerne und beherrscht Perkussionsinstrumente aus seiner südafrikanischen Heimat: Die Rede ist von Abel Selaocoe, geboren 1992 im Township Sebokeng. Zu seinen frühen Förderern zählt Michael Masoté, eine der prägenden Figuren der Klassikwelt in Afrika. An dessen Schule…
Mehr auf dem Künstlerportal
-
Das heutige Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) ist nach dem Zweiten Weltkrieg kurz nach der Gründung des „Rundfunks im amerikanischen Sektors“ (RIAS) als RIAS-Symphonie-Orchester entstanden. Seine erste Umbenennung erfolgte 1956 in Radio-Symphonie-Orchester Berlin, 1993 erhielt das Orchester schließlich seinen heutigen Namen. Ein Grund…
Mehr auf dem Künstlerportal
Termine
-
Konzert
Seong-Jin Cho, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Kazuki Yamada
Holmès: La Nuit et l’amour, Webern: Passacaglia, Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur, Schumann: Sinfonie Nr. 1 B-Dur „Frühling“
-
Konzert
Bernstein: Dybbuk
Johannes Kammler (Bariton), David Leigh (Bass), Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Kent Nagano (Leitung)
-
Konzert
Johannes Kammler, David Leigh, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Kent Nagano
Dvořák: Die Mittagshexe, Beethoven: Suite aus „Die Geschöpfe des Prometheus“, Bernstein: Dybbuk
-
So., 10. Mai 2026 16:00 Uhr
Isarphilharmonie, MünchenKonzert
Mao Fujita, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Constantinos Carydis
Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30, Berlioz: Symphonie fantastique op. 14
-
Mo., 11. Mai 2026 19:00 Uhr
Theater am Ring, SaarlouisKonzert
Mao Fujita, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Constantinos Carydis
Musikfestspiele Saar
-
So., 17. Mai 2026 20:00 Uhr
Philharmonie Berlin, BerlinKonzert
Nikolai Lugansky, Sebastian Heindl, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Stéphane Denève
Moussa: A Globe Itself Infolding, Prokofjew: Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll, Saint-Saëns: Sinfonie Nr. 3 c-Moll „Orgelsinfonie“
-
Konzert
Augustin Hadelich, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Manfred Honeck
Hailstork: Lachrymosa 1919, Sibelius: Violinkonzert d-Moll, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-Moll
-
Konzert
Augustin Hadelich, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Manfred Honeck
Hailstork: Lachrymosa 1919, Sibelius: Violinkonzert d-Moll, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-Moll
Auch interessant
-
Konzert-Kritik: Maxim Vengerov in der Berliner Philharmonie
Temperament und bewegende Augenblicke
(Berlin, 15.4.2026) Stargeiger Maxim Vengerov gastierte in der Berliner Philharmonie und begeisterte zusammen mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Christoph Koncz. Auf dem Programm: Werke von Shor, Tschaikowsky und Beethoven.
-
Fazıl Says „Mother Earth“ als deutsche Erstaufführung
Von Osaka über Istanbul nach Hollywood
In Fazıl Says neuem Klavierkonzert, das erstmals in Berlin erklingt, sind Jazz und anatolische Volksmusik kunstvoll miteinander verwoben.
-
Europäische Perspektiven auf Spanien
Musikalische Meditation
Mit Werken von Bruneau-Boulmier, Debussy und Richard Strauss erforschen Kent Nagano und das DSO Berlin das Sehnsuchtsland Spanien.
-
James Gaffigan dirigiert Mahlers achte Sinfonie
Tausend in Tempelhof
Das Orchester der Komischen Oper unter der Leitung von James Gaffigan spielt Mahlers achte Sinfonie „der Tausend“.
Rezensionen
-
Rezension Raphaela Gromes – Fortissima
Betörende Entdeckungen
Raphaela Gromes holt auf ihrer Anthologie „Fortissima“ Orchesterwerke und Kammermusik von Komponistinnen aus der Vergessenheit.
-
Rezension María Dueñas – Paganini: Capricen
Ein Meilenstein
Die spanische Geigerin María Dueñas stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass Paganinis 24 Capricen mehr als nur Geklingel sind.
-
Rezension Abel Selaocoe – Hymns of Bantu
Wegweisende Celloklänge
Das in Südafrika geborene Multitalent Abel Selaocoe beschreitet faszinierend neue Wege zwischen den Kontinenten.
-
Blind gehört Martin Lehmann„So schön, dass ich heulen könnte“
Martin Lehmann hört und kommentiert Aufnahmen von Kollegen, ohne dass er weiß, wer singt.



