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Saisonvorstellung Deutsches Symphonie-Orchester Berlin 2026/27

Grenzerfahrungen und Grenzüberschreitungen

Gemeinsam mit seinem neuen Chefdirigenten Kazuki Yamada verkündet das Deutsches Symphonie-Orchester Berlin seine Pläne für die Saison 2026/27.

vonPatrick Erb,

Mit der Spielzeit 2026/27 tritt Kazuki Yamada sein Amt als Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchester Berlin an und stellt sich dem Publikum mit einem programmatisch weit gefassten Einstand vor. Das Antrittskonzert am 4. Oktober widmet sich dem Spannungsfeld von Mensch, Spiritualität und Natur – Themen, die Yamadas künstlerisches Selbstverständnis prägen.

Auffällig ist die programmatische Ausrichtung Yamadas auf seltener gespielte Werke der Moderne. In seinen Konzerten setzt der Japaner unter anderem Akzente mit Kompositionen von Grażyna Bacewicz, Henri Dutilleux, Anna Clyne, Kaija Saariaho sowie Fazıl Say. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf Rufus Wainwright und dessen groß angelegtem „Dream Requiem“, mit Regula Mühlemann als Solistin und Iris Berben als Erzählerin.

Gesellschaftliche Relevanz

Unter dem bewusst vieldeutigen Motto „Ach, Mensch“ greift die Saison zentrale gesellschaftliche Fragestellungen auf – von Teilhabe und Nachhaltigkeit bis hin zu Vertreibung, Religion und Liebe. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie Carolin Emcke, Michel Friedman, Maja Göpel, Nikolaus Habjan, Navid Kermani und Düzen Tekkal bringen ihre Perspektiven in die Programme ein.

Auch die Reihe prominenter Gastdirigenten unterstreicht den internationalen Anspruch der Saison: Zu erleben sind unter anderem Kent Nagano, Ingo Metzmacher und Simone Young sowie Manfred Honeck, Susanna Mälkki und Pablo Heras-Casado. Auf dem Programm stehen Werke von Gustav Mahler, Robert Schumann, Franz Schubert bis Leonard Bernstein.

Ein weiteres Highlight setzt Barbara Hannigan mit Francis Poulencs Monodram „La Voix humaine“. Darüber hinaus öffnet sich das DSO verstärkt neuen Formaten: „Game on Symphony“ bringt Musik aus Videospielen in den Konzertsaal und auf die Streaming-Plattform Twitch, während das Festival FERRO:TON in der neuen Spielstätte Reinickendorf Raum für experimentelle Konzertformen und Crossover-Projekte schafft.

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