An kaum einem anderen Ort lässt sich geistliche Musik in all ihren schillernden, altehrwürdigen und radikal neu gedachten Facetten so intensiv erleben wie beim Musikfest ION in Nürnberg. Was 1951 als reine Orgelwoche in den beiden großen Altstadtkirchen begann, hat sich über die Jahrzehnte zu einem offenen und bunten Festival entwickelt, bei dem Genregrenzen ebenso durchlässig wie die Gäste international sind. Ein Schwerpunkt liegt zum Jubiläum auf angelsächsischer Vokalkunst, dargeboten von Ensembles wie Voces8, Chanticleer und Tenebrae. Wer hingegen selbst musikalisch aktiv werden möchte, sollte sich das traditionelle Mitsingkonzert vormerken, in dem der Festivalgeburtstag mit Höhepunkten aus Händels „Messias“ gefeiert wird. Wieso die Orgel gemeinhin als „Königin der Instrumente“ gilt, beweisen indes internationale Gäste wie die Vaduzer Domorganistin Stina Burkard, der Titularorganist der Pariser Kathedrale Notre-Dame Olivier Latry und in gleich zwei Konzerten Tausendsassa Cameron Carpenter. Akzente jenseits der Klassik setzt Singer-Songwriterin Rebekka Bakken, und auch dem ehemaligen „Beatles“-Gitarristen George Harrison sind Abende gewidmet.
Musikfest ION 2026
Geistliche Musik neu gedacht
Das Musikfest ION in Nürnberg feiert sein 75. Jubiläum mit Schwerpunkten auf angelsächsischer Vokalmusik und hochkarätiger Orgelkunst.
© Dovile Sermokas
Festivalfenster
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