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Rezension Valentina Lisitsa – Tschaikowsky

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Eine enzyklopädische Leistung, die es doppelt zu würdigen gilt: Valentina Lisitsa präsentiert das komplette Klavierwerk von Tschaikowsky.

Ihre Liebe zu russischer Musik hat sie mit Skrjabin- und Rachmaninow-Alben längst bewiesen. Jetzt holt Valentina Lisitsa weit aus und präsentiert das komplette Klavierwerk von Tschaikowsky, inklusive des vollständig transkribierten „Nussknacker“-Balletts sowie der Werke ohne Opusnummer, darunter die fünfzig russischen Volkslieder für vier Hände (mit Alexei Kuznetsoff als Duo-Partner). Das ist eine enzyklopädische Leistung, die es zu würdigen gilt. Nun mag man gerade im Fall der Sonate op. 37 oder auch der „Jahreszeiten“ Vergleichsaufnahmen heranziehen, die dichter, zwingender, gewaltiger sind. Doch Lisitsa verfügt über einen singenden Anschlag und zugleich über die Fähigkeit der dramatischen Verdichtung. Petitessen wie den frühen (Unterhaltungs-)Stücken begegnet sie mit dem gebotenen Ernst, so dass auch diese Musik als keineswegs nur oberflächliche Stimmungsbilder ihre Reize entfalten.

© Gilbert Fransois

Valentina Lisitsa

Valentina Lisitsa

Tschaikowsky: Sämtliche Klavierwerke

Valentina Lisitsa (Klavier)
Decca

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