Verdi wahrhaftig

Buch-Rezension John Rosselli

Verdi wahrhaftig

Legenden umranken sein Leben. Dazu trug Giuseppe Verdi nicht zuletzt selbst bei. John Rosselli räumt in seiner Biographie gründlich damit auf

Legenden umranken sein Leben. Dazu trug Giuseppe Verdi nicht zuletzt selbst bei. John Rosselli räumt in seiner exzellent recherchierten und flüssig wie spannend geschriebenen, jetzt erstmals auf deutsch erscheinenden Biographie gründlich damit auf. Durch den unsentimental klaren Blick eines Briten lernen wir den Privatmann Verdi kennen, die Beziehungen zu seinen Frauen, die ihn den Anfeindungen der Spießer von Busseto aussetzten. Seine Rolle als Prophet des Risorgimento wird differenziert beleuchtet und mit der Entstehung der frühen Opern verknüpft. Der Einfluss der Zensur, z. B. auf Rigoletto, oder der Kampf für das Urheberecht und die Konflikte mit Verlegern, Librettisten und Impresarios differenzieren das Bild eines durchaus marktorientierten Künstlers. Die Kühnheit und Modernität des Komponisten, der gleichwohl wusste, dass er für die Ohren seines Publikums schreiben musste, wird an exemplarischen Opern beleuchtet.

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