Versailles, Gegenwart: Im privaten Theater Marie Antoinettes erscheint der Geist des Dramatikers Beaumarchais – Schöpfer von „Der Barbier von Sevilla“ und „Die Hochzeit des Figaro“. Er ist unsterblich verliebt in den Geist der einst enthaupteten Königin, die noch immer in Trauer über ihr verlorenes Leben verharrt. Um sie zu trösten, präsentiert Beaumarchais ihr eine neue komische Oper, deren Handlung die Vergangenheit zu verändern vermag. Darin unternehmen Figaro und die Familie Almaviva den Versuch, Marie Antoinette vor der Guillotine zu retten. Doch die Königin weist das Angebot ab um sich dem Schicksal zu fügen. Kreativ und mit feiner Ironie setzt sich John Corigliano in seiner Oper „The Ghost of Versailles“ mit dem dritten, finalen Akt der Figaro-Trilogie Beaumarchais’ auseinander. Dabei ist sein Werk weit mehr als ein Pasticcio: Vielmehr strebte der US-amerikanische Komponist danach, die verspielte Eleganz von Rokoko und Belcanto – das Erbe Mozarts und Rossinis – mit den oft radikalen Tendenzen der Nachkriegsmoderne zu versöhnen, in der er selbst künstlerisch sozialisiert wurde. Die Premiere am künftigen Staatstheater Regensburg dirigiert GMD Stefan Veselka.
Corigliano: The Ghosts of Versailles
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„Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
Seit 2011 leitet Joshua Bell die Academy of St Martin in the Fields. Sein Violinspiel liegt in zahlreichen Aufnahmen vor – und in 20 000 digitalen Samples.
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