Die Kombination aus Komponist Brett Dean (Foto), Bayerischer Staatsoper und extrovertierter Adelsgestalt als Opernsujet erweist sich als äußerst fruchtbar: Nachdem 2017 bereits Deans „Hamlet“ in München Premiere feierte, folgt nun mit „Of One Blood“ eine Uraufführung, die die Geschwister „gleichen Blutes“ Elisabeth Tudor und Mary Stuart in den Mittelpunkt rückt. Für das Libretto greift Heather Betts nicht auf eine dramatische Vorlage zurück, sondern stützt sich auf Briefe der beiden Königinnen sowie weitere Zeugnisse des 16. Jahrhunderts. Die Auswahl zeichnet die sich über Jahrzehnte zuspitzende Spirale aus Machtanspruch, Intrigen und Gewalt nach, die schließlich in der unter dem Druck des englischen Parlaments erzwungenen Hinrichtung Maria Stuarts mündet. Regisseur Claus Guth richtet den Fokus auf die vielschichtige, ambivalente Beziehung der beiden Frauen und fragt danach, wie der mehr als vierhundert Jahre alte Konflikt bis heute fortgeschrieben und immer wieder neu erzählt wird. Deans Musik entfaltet dabei Klangräume von großer dynamischer Spannweite, in denen Gegensätze bewusst ausgereizt werden und auch unkonventionelle Spieltechniken ihren Platz finden.
Dean: Of One Blood
Termine
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UAMusiktheater
Interpreten
Johanni van Oostrum (Queen Elizabeth), Vera-Lotte Boecker (Mary Stuart), Freya Apffelstaedt (Jane Kennedy & Female Consort V), Liam Bonthrone (Lord Darnley & Male Consort I), Mahan Esfahani (Cembalo), Vladimir Jurowski (Leitung), Claus Guth (Regie)
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Musiktheater
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