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15 Jahre Gauthier Dance

Die Sonnenseiten des Modern Dance

Die Gauthier Dance Compagnie blickt auf fünfzehn erfolgreiche Jahre zurück.

vonIrem Çatı,

Elf Jahre lang war Eric Gauthier Solotänzer beim Stuttgarter Ballett und entdeckte dort seine Vorliebe zum modernen Tanz, zur Neoklassik. 2007 entschloss er, seine eigene Compagnie ins Leben zu rufen, um dem manchmal schweren und dunklen deutschen Tanztheater die „sunny sides of modern dance“ und seine leichten, poetischen und humorvollen Seiten zu zeigen. Noch immer bewundert der Choreograf und Tänzer den Mut des Theaterhauses Stuttgart, ihn bei seiner Idee zu unterstützen und sie zu realisieren. Nach fünfzehn Jahren zählt Gauthier Dance zum festen Inventar des Theaterhauses. „15 Years Alive“ heißt das Programm, das Gauthier wie folgt erklärt: „Die ganze Zeit habe ich immer ein Jahr nach dem anderen genommen und war froh, wenn wir weiter bestehen konnten. Daher der Titel für das Jubiläumsprogramm, denn wir haben überlebt.“

Dieser Ausspruch mag bescheiden klingen, hat das sechzehnköpfige Ensemble sich doch ein internationales Renommee aufgebaut und für seine Projekte zahlreiche Preise und Auszeichnungen verliehen bekommen. Auf diese Anerkennung seines Ensembles habe Gauthier von Beginn an hingearbeitet, sagt er. Doch bedenkt man seinen stetigen Kampf um Fördermittel, die das Überleben seiner Com­pagnie sichern sollen, versteht man, warum der sonst so gut gelaunte Kanadier auch ernstere Töne anschlägt.

Rückblick auf Stücke, die die Geschichte von Gauthier Dance geprägt haben

Das Jubiläumsprogramm aber steht ganz für Leben und Erfolg von Gauthier Dance und ist ein „Rückblick auf Momente, Stücke und Choreografen, die die Geschichte von Gauthier Dance geprägt haben.“ Den Anfang macht Mauro Bigonzettis „Pression“, eines der ersten Stücke überhaupt, das die Compagnie aufgeführt hat. Weiter geht es mit „Minus 16“ von Ohad Naharin, dem langjährigen Weggefährten und Mentor Gauthiers, der auch das Publikum mit einbezieht, bis hin zu einem neuen Stück von Dunja Jocic für Gauthiers Junior-Tänzer. „Mit der Tatsache, dass die einzige Uraufführung von einer Frau kommt, wollten wir ein Zeichen setzen“, betont Gauthier.

Dem Leiter des Ensembles ist durchaus bewusst, dass sein Erfolg auch ein Verdienst der (ehemaligen) Tänzer, Choreografen und Mitarbeiter des Theaterhauses ist. Er möchte im Rahmen des Jubiläums mit allen Beteiligten auf weitere Jahre von Gauthier Dance anstoßen.

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