ist die sogenannte „leichte Muse“ wirklich so leicht, wie ihr immer nachgesagt wird? Und leicht für wen? Für das Publikum entsteht bei Operette und Singspiel vielleicht der Eindruck, es ginge hier um bloße Unterhaltung. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass dieser Eindruck das Ergebnis härtester Arbeit aufseiten der Künstlerinnen und Künstler ist. Das weiß auch Jonas Kaufmann. Der Star-Tenor, der weltweit mit seinen Paraderollen als Don José, Andrea Chénier und Otello gefeiert wird, hatte sein erstes Engagement in Johann Strauss’ Operette „Eine Nacht in Venedig“. Damals habe er das Genre lieben gelernt, wie er uns im Interview verrät. Kein Wunder, dass Kaufmann sich auf seinem neusten Album wieder einmal der Operette zuwendet – diesmal zusammen mit dem Orchester der Ungarischen Staatsoper.
Als Gegenstück zur ernsten italienischen Oper hat sich schon im 18. Jahrhundert das Singspiel entwickelt. In diesen oft märchenhaften, heiteren Stücken wurden Gesangseinlagen mit gesprochenen Dialogen verbunden. Aus dem Singspiel entwickelte sich im 19. Jahrhundert die Spieloper. Beide Gattungen haben sich bis heute in den Spielplänen gehalten, wie Sie in unserer Opern-Tippkolumne nachlesen können.
Ums Singen geht es auch in unserem aktuellen „Blind gehört“-Interview. Diesmal ist es Kreuzkantor Martin Lehmann, der den Aufnahmen anderer Chöre lauscht und sie kommentiert. Lauschen kann man auch den Klängen, die in Büchern stecken – ihrer Poesie und Sprache. Das jedenfalls findet unsere Rezensentin Katharina Manzke, die im Debütroman der Schweizer Dirigentin Graziella Contratto jede Menge Musik entdeckt. Unser Bücherfrühling bietet Ihnen noch weitere spannende Lesetipps.
Spannend bleibt auch die aktuelle Konzert- und Opernsaison. Unser umfangreiches Klassikprogramm gibt Ihnen einen Überblick, was der April in Ihrer Region alles zu bieten hat.
Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen!
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