„Im weißen Rössl“ – eine aus der Zeit gefallene heimatselige Operette? Von wegen! Das Bild, das viele Menschen durch die Nachkriegsverfilmung des Stoffes mit Peter Alexander im Kopf haben, kann dem Original mit seiner musikalischen Stilvielfalt und seinem bissigen Witz nicht das Wasser reichen. Erst im Jahr 2009 wurde das ursprüngliche Notenmaterial wieder aufgefunden, auf dessen Grundlage Franz Wittenbrink, der „König der Liederabende“, seine eigene Neufassung der mitreißenden Operetten-Revue kreierte. Darin verbindet sich Folklore mit Jazz und Wienerlied, während Foxtrott, Marschmusik und Walzer die Tanzlaune anfeuern. Die Liebeswirrungen rund um den in seine Chefin, die Wirtin des „Weißen Rössls“ verlieben Zahlkellners Leopold sind bei Wittenbrink Ausgangspunkt für einen satirischen Blick auf die Tourismusbranche und die unterschiedlichen Erwartungshaltungen von Städtern und Landbewohnern, die im Hotel am malerischen Wolfgangsee gnadenlos komisch aufeinanderprallen.
Hamburg: Neufassung von „Im weißen Rössl“ im Hansa-Theater
Mitreißende Operetten-Revue
Im Hamburger Hansa-Theater feiert Franz Wittenbrinks Neufassung des Operettenklassikers „Im weißen Rössl“ Premiere.
© Moog Photography
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