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Hamburg: Ensemble Resonanz in der Elbphilharmonie

Klangrausch als Manifest

Im sechsten Konzert der Reihe „Resonanzen“ gibt das Ensemble Resonanz politischen Botschaften eine Bühne, aber auch der Minimal Music und romantischen Klängen.

vonSusanne Bánhidai,

Der amerikanische Cellist Seth Parker Woods führt sechs Musikerinnen und Musiker des Ensemble Resonanz durch ein Programm voller klanglicher und politischer Wucht. Im Zentrum steht ein Werk von Julius Eastman, einem schwarzen, queeren Komponisten aus den USA. Als Reaktion auf die New Yorker Stonewall-Unruhen im Juni 1969 schrieb er „Gay Guerilla”, das zu einem fordernden Klangrausch und Manifest geriet. Das „Stonewall Inn“ war eine Bar mit homosexuellem Zielpublikum in der Christopher Street, nach der die Pride-Paraden im Kampf für Anerkennung der LGTPQ-Bewegung benannt wurden. Eastmans Zitat „Without blood, there is no cause”, das man als „Ohne Blut, keine Bestimmung” übersetzen könnte, gibt dem intensiven Abend seinen Namen.

Eintauchen in tönende Tiefen

Die weiteren Werke geben dem Publikum Gelegenheit, in tönenden Klangtiefen zu ruhen, sei es beim Stück von Pauline Oliveros „Out of the Dark”, das manchmal im Dunkeln zum Besten gegeben wird, oder den meditativen Klängen von Pēteris Vasks. Seth Parker Woods, der für seine genreübergreifende Musikpraxis berühmt ist, kann sich überdies im Stück von Jessie Montgomery und Edward Elgars Elegy ganz klassisch mit seinem Instrument profilieren.

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