Olivier Messiaens Musik entzieht sich eindeutiger Strömungen des 20. Jahrhunderts. Oftmals liegen ihr ein beinahe messianischer Katholizismus, Vogelbeobachtungen und Einflüsse indischer Mystik zugrunde. Anlässlich seines dreißigsten Todesjahres widmen ihm die Bielefelder Philharmoniker ein Konzert. In „Chronochromie“ überlagern sich 21 verschiedene Vogelstimmen, bestimmte Klangschichtungen repräsentieren einzelne Farben und rhythmische Pattern werden symmetrisch verändert. Für seine erste Ehefrau Claire Delbos, genannt „Mi“, schrieb er den auf eigenen Gedichten basierenden Liederzyklus „Poèmes pour Mi“. Die sinfonische Meditation „Les Offrandes oubliées“ hingegen war 1930 sein erstes großes Orchesterwerk. In ihm klingen sowohl gregorianischer Gesang als auch Claude Debussys Oper „Pelléas et Mélisande“ an. Zwei extrem langsame, nach innen gekehrte Abschnitte umschließen einen aufgeregten Mittelteil voller Glissandi. „Kreuz – Sünde – Eucharistie“ überschrieb der Komponist später das Triptychon.
Während der Inhaftierung im Kriegsgefangenenlager in Görlitz entstand eines seiner bekanntesten und zugleich intensivsten Werke: das etwa einstündige „Quatuor pour la fin du temps“ für Violine, Klarinette, Cello und Klavier. In der Tonsprache finden sich komplexe Rhythmen und alte Modi neben den ersten Vogelstimmen. Ein Satz lotet die Klangmöglichkeiten der Klarinette vom dreifachen Pianissimo bis zum vierfachen Fortissimo aus. Komplettiert wird das Konzert von „Le Voyage“ seines Schülers Pierre Henry.
Sa., 11. April 2026 10:00 Uhr
Kinder & Jugend
Jolifanto
Anna Blume (Flöte), Anne Smorra (Violine), Miroslava Stareychinska (Harfe & E-Bass), Gabriele Baba (Regie)
Sa., 11. April 2026 10:00 Uhr
Konzert
Teilnehmer des Wettbewerbs
Tölzer Preisträgergipfel / quartettissimo!
Sa., 11. April 2026 11:00 Uhr
Konzert
Mitglieder der Wiener Philharmoniker
Mendelssohn: Vier Stücke op. 81, Bartók/Kalke: Rumänische Volkstänze, Albeniz/Thomas-Mifune: Cantos de Espagna, Grieg/Medlam: Norwegische Tänze op. 35, Borodin: Streichquartett Nr. 2 D-Dur
Sa., 11. April 2026 11:00 Uhr
Kinder & Jugend
Tatz, Tatz, komm heraus
Julia Ruthensteiner-Schwarz (Gesang & Schauspiel), Ieva Pranskuté (Violine), Mislav Brajković (Violoncello)
Sa., 11. April 2026 11:00 Uhr
Kinder & Jugend
Das hässliche Entlein
Jugendliche der Ballettakademie am Opernhaus Halle, Emma Louise Harrington (Choreografie)






