Es weihnachtet sehr im Programm von Muzet Royal. Eigentlich ist das Berliner Damentrio eher auf Tango spezialisiert, was die Besetzung mit Akkordeon, Violine und Kontrabass auch nahelegt. Doch wer hätte jemals gehört, dass Santa Claus eine flotte Milonga aufs Parkett legt? Also hat Akkordeonistin Sirid Heuts einen ganzen Geschenkesack voll neuer Arrangements erstellt, die fröhlich auf das Fest einstimmen. Etwa der „Blumenwalzer“ aus Tschaikowskys „Nussknacker“-Ballett oder eine Weihnachtspolka. Und weil das königliche Trio sich zwischen seinen tangoverliebten Tanzaufforderungen auch immer wieder fabelhafte Filmmusiken angeeignet hat, kommt beim Weihnachtskonzert auch bewegende Musik, die zu bewegten Bildern komponiert wurde, aufs Süßigkeitentablett. Wobei die „Sissi“- oder „Harry Potter“-Filme sich inhaltlich ja herzlich wenig mit dem Christfest befassen. Was zählt, ist halt die Atmosphäre. Insofern ließen sich die Damen möglicherweise doch noch zu einem Tango überreden. Vielleicht als Zugabe.
Päwesin: Weihnachtskonzert des Trio Muzet Royal
Nussknacker und Zauberstab
Das Berliner Damentrio Muzet Royal hat Weihnachtliches von Pjotr Tschaikowsky bis John Williams im Geschenkesack.
© Sabine Mittermeier
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„Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
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