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Reisetipp: Hannover

Weg mit den Klischees!

Die einen sagen, Hannover sei unschön, die anderen waren schon einmal dort. Plädoyer für eine klingende Stadt.

vonAndré Sperber,

Entgegen manch unerhörtem Vorurteil einmal unmissverständlich vorweg: Ja, Hannover an der Leine ist schön! Wer schon dort war, weiß das genau. Die Altstadt ist charmant, die Parks sind zahlreich. Und die Erkundung wird einem denkbar leicht gemacht: Wer praktischerweise in einem Hotel direkt am „Roten Faden“ nächtigt (etwa im opernnahen Kastens Hotel Luisenhof), kann quasi von der Haustür aus einer gemalten roten Linie auf dem Boden folgen, die in einem Rundweg direkt an den 36 wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt entlang führt: am Neuen Rathaus mit der spektakulären Aussichtsplattform, an den berühmten Nanas von Niki de Saint Phalle und am eindrucksvollen klassizistischen Opernhaus des Niedersächsischen Staatstheaters, einem der vielen musikalischen Zentren der Stadt. Die renommierte NDR Radiophilharmonie indes hat ihren Sitz direkt am Ufer des schillernden Maschsees, dessen maritime Atmosphäre nicht nur während des jährlichen Maschseefests tausende Besucher anlockt. Kunstfreunde finden hier auch den Weg ins preisgekrönte Sprengel Museum.

Besonderes Augenmerk für Hannover-Besucher liegt natürlich auch auf den königlich-barocken Herrenhäuser Gärten, wo gerade im Mai während der „KunstFestSpiele“ keine Kulturwünsche offen bleiben. Musik – auch jenseits der Klassik – erklingt in Hannover sowieso überall: Das „enercity swinging hannover“ an Himmelfahrt gilt als Norddeutschlands größtes Open-Air-Jazz-Festival und spätestens die große Fête de la Musique bringt im Juni die gesamte Stadt zum Vibrieren. Und am Ernst-August-Platz kommt die Musik sogar aus dem Gulli. Also von wegen langweilig, charakterlos oder gar unsexy. Hannover ist bunt und einzigartig. Und überhaupt: In welcher anderen Stadt kann man sonst seine Liebsten an der Leine spazieren führen?

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