USA: Tag der ausgefallenen Musikinstrumente

Klingende Raritäten

Heute wird in den Vereinigten Staaten der Tag der ausgefallenen Musikinstrumente gefeiert. Weil außergewöhnliche Instrumente unserer Meinung nach aber per se mehr Beachtung verdient haben, stellt Ihnen die concerti-Redaktion in den nächsten Wochen viele musikalische Kleinode und Raritäten in unserer neuen Sommer-Reihe vor

© Robert Tiso/Wikimedia Commons

Robert Tiso an der Glasharfe

Robert Tiso an der Glasharfe

Zugegeben: Es ist nicht so ganz klar, wer den Uncommon Musical Instrument Awareness Day, also den Tag der ausgefallenen Musikinstrumente, in den Vereinigten Staaten ins Leben gerufen hat. Und warum er ausgerechnet am 31. Juli zelebriert wird. Oder weshalb er nicht international gewürdigt wird. Damit teilt er das Schicksal der meisten skurrilen Feiertage, wie zum Beispiel dem Tag des Kusses oder dem Tag der Jogginghose.

Im Gegensatz zu den eben genannten Ehrentagen sind Musikinstrumente, so abseitig sie auch sein mögen, aber alles andere als banal und unwichtig, denn der Mensch an sich hatte schon immer große Freude an Klängen und Musik – die Flöten aus Vogelknochen und Mammut-Stoßzähnen, die in deutschen Höhlen gefunden wurden und über 42.000 Jahre alt sind, beweisen es.

© Antoine Saito

Oktobass, Orchestre Symphonique Montréal

Vom Oktobass bis zum Toy Piano

Natürlich ist jedes Musikinstrument ein kleines Wunder und gehört dementsprechend gewürdigt, aber bei den Raritäten wird es oft dann doch interessanter: Wie funktioniert noch mal das Theremin? Wurden für die Maultrommel nicht eigens klassische Konzerte komponiert? Und widmete John Cage dem Toy Piano nicht auch ein paar Werke? Wie wird ein Oktobass ob seiner gigantischen Größe eigentlich gespielt? Ist die Schreibmaschine tatsächlich auch ein Instrument? Oder wie unterscheiden sich Glasharmonika und Glasharfe voneinander?

Abseitiges wird in den Mittelpunkt gerückt

All diese Fragen kamen in der concerti-Redaktion auf, als dort erstmals auf den Tag der ausgefallenen Musikinstrumente hingewiesen wurde. Schnell war klar: Wir möchten nicht nur auf diesen skurrilen Feiertag aufmerksam machen, sondern ihn zum Anlass nehmen, um abseitige oder längst vergessene Instrumente einmal genauer vorzustellen. Warum wurden sie erfunden? Welche Werke wurden für sie geschrieben? Warum haben sie sich nicht als Masseninstrument durchsetzen können? Und wie werden sie eigentlich gespielt?

Begleiten Sie uns in den nächsten Wochen auf unserer spannenden Musikinstrumentenreise, die das Carillon oder die Wagnertuba ebenso ernst nimmt wie die Nasenflöte oder das Kazoo. Den Anfang unserer musikalischen Sommerreihe macht morgen übrigens die Maultrommel.

Die Schreibmaschine als Instrument:

Das Toy Piano in Aktion:

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Eine Antwort zu “Klingende Raritäten”

  1. Erika Ruf sagt:

    Es ist wunderbar, wie gross das Spektrum an aussergewöhnlichen, ausgefallenen Musikinstrumenten ist. Auch wir von der Stiftung Weizenkorn in Basel haben so ein ausgefallenes Musikinstrument. Es wird in Handarbeit in unseren geschützten Werkstätten hergestellt. Es ist Xyloba – die Kugelbahn, die Musik macht. Von einfachen Melodien bis hin zu Mozart ist alles möglich. Xyloba vereint die Welt der Musik und die Welt des Bauens. So lernen Kinder (Erwachsene ebenso) spielerisch Musik. Mehr Infos unter: http://www.xyloba.ch
    Liebe Grüsse vom Xyloba-Team

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