Er betörte nicht nur Götter und Menschen, sondern auch Tiere, Pflanzen und Steine mit seinem Gesang. Dem Mythos zufolge tanzte also alles nach seiner Pfeife bzw. Lyra, die Orpheus von Apollon, dem Gott der Musik, höchstselbst ausgehändigt bekam. Derartige Naturbeherrschungsfantasien, wie sie auch noch Monteverdi in seiner Oper „L’Orfeo“ klangvoll ausstellte, rufen heutzutage Skepsis hervor. Denn längst hat der Mensch begonnen, die Erde selbst in ein Totenreich zu verwandeln, das zu Orpheus’ Zeit noch fein säuberlich von der Welt der Lebenden getrennt war. Dieser Prämisse jedenfalls folgt Regisseurin Sandra Strunz, die ihren Orpheus in einer Welt ohne Hoffnung auf die Suche nach seiner geliebten Eurydike schickt, wobei er unerwartet eine jugendliche, widerständige Gemeinschaft findet. So entsteht ein „Musik-Film-Theater“ mit drei Sängern unterschiedlichster musikalischer Herkunft, begleitet vom Ensemble Resonanz, einer Banda aus Blechbläsern und dem Hamburger Kammerchor Vocaliter. Monteverdis Musik wurde dafür von Rainer und Karsten Süßmilch in eine pulsierende Gegenwart übertragen.
Fr., 15. Mai 2026 10:00 Uhr
Musiktheater
Ferek-Petrić: Der Miesepups
Münchener Biennale – Internationales Festival für neues Musiktheater
Fr., 15. Mai 2026 11:00 Uhr
Konzert
Lunchkonzert
Klanginsel Helgoland
Fr., 15. Mai 2026 11:00 Uhr
Musik in Kirchen
Misun Kim-Youn, Sylvia Wepler, Tobias Hauer, Elisabeth Shen, Sarang Rhee
Schumann: Klavierquartett Es-Dur op. 47, Dvořák: Klavierquintett Nr. 2 A-Dur op. 81
Fr., 15. Mai 2026 11:15 Uhr
Musik in Kirchen
Martin Begemann
Internationale Händel-Festspiele Göttingen
Fr., 15. Mai 2026 11:30 Uhr
Musik in Kirchen
Thomasorganisten
Internationales Bachfest Schaffhausen






