Roberto Becker
Artikel
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Zwischenlandung in Hier und Heute
(Halle, 26.5.2023) Zum Auftakt der Händel-Festspiele kommt das späte Meisterwerk „Serse“ an der Oper Halle mit der hinreißenden Händelpreisträgerin Anna Bonitatibus in der Titelrolle auf die Bühne.
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Wenn der Teufel aus dem letzten Loch pfeift
(Bonn, 21.5.2023) Die Oper Bonn setzt ihre verdienstvolle Reihe „Fokus 33“ mit Franz Schrekers „Der singende Teufel“ begeisternd fort und krönt damit ihre aktuelle Spielzeit.
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Ein paar Schnäpse für Wotan
(Dortmund, 20.5.2023) In Dortmund wird Peter Konwitschnys „Ring“-Projekt mit „Siegfried“ fortgesetzt. Der Altmeister hat in seiner in die Tiefe des Gefühls gehende Personenregie auch einige szenische Überraschungseffekte in petto.
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Frauenbilder
(Baden-Baden, 1.4.2023) Das Festspielhaus Baden-Baden tritt zu seinen Osterfestspielen mit „Die Frau ohne Schatten“ an, bei der Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker für den musikalischen Glanz sorgen und sich Lydia Steier an diesem Opernmärchen der besonderen Art versucht.
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Der Zweidrittelkavalier
(Halle, 11.3.2023) An der Oper Halle sorgte eine technische Panne für eine ganz besondere „Rosenkavalier“-Premiere, die Intendant Walter Sutcliffe und GMD Fabrice Bollon gemeinsam verantworten.
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Weltgeschichte als Ego-Show
(Dortmund, 26.2.2023) Die Oper Dortmund glänzt mit der großformatig in Szene gesetzten Oper „Nixon in China“ von John Adams in einer knallbunten Inszenierung von Martin G. Berger.
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Was leuchtet da so stern-umstrahlet?
(Cottbus, 28.1.2023) Am Staatstheater Cottbus nimmt Stephan Märki Richard Wagners „Tristan und Isolde“ als Vorlage für ein Wagner-Event.
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Die Macht der Finsternis
(Leipzig, 17.12.2022) Das Gewandhausorchester unter Christoph Gedschold genießt den Ausflug nach Italien, die Chorleistung ist überwältigend, der Jago eine solche Sensation, dass man das Stück umbenennen möchte. Nur die sich feministisch gebende Inszenierung hinterlässt Fragezeichen.
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Mein lieber Schwan, mein lieber Meteroit
(München, 3.12.2022) Die Bayerische Staatsoper verlockt mit einem musikalisch erstklassigen „Lohengrin“ in einer etwas seltsamen szenischen Verpackung.
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Welch ein Dunkel hier
(Berlin, 25.11.2022) Regisseur David Hermann enttäuscht mit Beethovens einziger Oper „Fidelio“ auf ganzer Linie. Die Inszenierung ist so unpolitisch und wenig ambitioniert, dass es verblüfft.
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Nicht alle Löffel im Besteckkasten
(Wien, 16.11.2022) Tobias Kratzer verlegt im Theater an der Wien Rossinis zu Vierfünfteln ernste „Die diebische Elster“ ziemlich nah an unsere Gegenwart heran, was mit der Musik ganz wunderbar stimmig einhergeht.
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Das Loch in der Treppe
(Leipzig, 29.10.2022) Mit „Undine“ von Albert Lortzing startet die Leipziger Oper in die neue Spielzeit und in eine neue Intendanz – musikalisch hochkarätig, szenisch missglückt.
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Forschen ohne Auftrag
(Berlin, 9.10.2022) An der Berliner Staatsoper Unter den Linden wurde der neue „Ring“ mit der „Götterdämmerung“ vollendet: Christian Thielemann wird im Kreise der Staatskapelle gefeiert wie sonst nur Daniel Barenboim, den er vertritt. Regisseur Dmitri Tcherniakov muss hingegen heftige Buhs einstecken.
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Wie die Zeit vergeht
(Berlin, 6.10.2022) An der Staatsoper Unter den Linden wurden das Orchester unter Christian Thielemann und die Protagonisten des neuen „Siegfried“ enthusiastisch gefeiert. Und die Regie von Dmitri Tcherniakov macht trotz manch mangelnder Logik immer wieder richtig Spaß.
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Unter Beobachtung
(Berlin, 3.10.2022) Auch „Die Walküre“ wird an der Staatsoper Unter den Linden zu einem musikalischen Ereignis, weil Christian Thielemann seinen Wagner feinschmeckerisch und klanggenüsslich zelebriert. Der Regieansatz einer geschlossenen Versuchsanordnung offenbart nun aber gewisse Grenzen.
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Weihe des Hauses
(Berlin, 2.10.2022) An der Staatsoper Unter den Linden beginnt der neue Nibelungen-„Ring“ mit einem vielversprechenden Vorabend. Dimitri Tchernikov inszeniert. Christian Thielemann springt für Daniel Barenboim ein.
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Die Grenzgänger
(Bochum, 11.8.2022) Die gar nicht für die Bühne gedachten Kompositionen von Grisey, Vivier, Xenakis und Scelsi wirken wie maßgeschneidert für diesen grandiosen Raum: Elisabeth Stöpplers Kreation zur Eröffnung der Ruhrtriennale gewinnt eine enorme theatralische Qualität.
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Alte Liebe rostet nicht
(Bayreuth, 25.7.2022) Auf dem Grünen Hügel haben die Bayreuther Festspiele mit einer eindrucksvollen und vom Publikum einhellig bejubelten Neuinszenierung begonnen.
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Gefangen im Hier und Heute
(Erfurt, 15.7.2022) Die Erfurter DomStufen-Festspiele zünden mit Verdis „Nabucco“ und einem mehrfach gesungenen Gefangenenchor ein gewagtes Assoziationsfeuerwerk zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine.
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Nachts in der Hochschule
(Berlin, 12.6.2022) Jossi Wieler, Anna Viebrock und Sergio Morabito machen in ihrer Neuinszenierung der deutschesten aller Wagner-Opern nicht das ganz große historische Fass auf, dennoch entkommen sie nicht der Rezeptionsgeschichte des Werks.
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Die mit dem Geld spielen
(Kassel, 4.6.2022) Florentine Klepper inszeniert den Zeiten, Räume und Musikstile munter verschachtelnden Science-fiction-Thriller „Einbruch mehrerer Dunkelheiten“ von Felix Leuschner und Dietmar Dath als Auftragswerk des Staatstheaters Kassel.




















