Nominiert zum Publikum des Jahres 2021: Elbphilharmonie & Laeiszhalle

Internationale Strahlkraft

Seit nunmehr fünf Jahren bilden die Elbphilharmonie und die Laeiszhalle Hamburgs Doppelspitze in puncto Klassikgenuss.

© Thies Rätzke

Elbphilharmonie

Elbphilharmonie

Kaum wurden vor fünf Jahren die Tore der Elbphilharmonie für Publikum geöffnet, waren auch schon die explodierten Kosten der zehnjährigen Bauphase fast vergessen. Als Haus für alle war sie angekündigt – ein Anspruch, dem das hochmoderne Konzerthaus im Herzen der Hansestadt mit seinen umfangreichen Angeboten für sein Publikum auch weit über den hochkarätigen Musikbetrieb hinaus bis heute mehr als gerecht wird. Alleine im ersten Jahr nach der Eröffnung besuchten rund 850.000 Menschen über 600 Konzerte, 4,5 Millionen Besucher strömten die Plaza, mehr als 70.000 Menschen ließen sich durch das Gebäude führen, an den umfangreichen Musikvermittlungsangeboten nahmen 60.000 Interessierte teil. Fünf Jahre später ist das von Jacques Herzog und Pierre de Meuron entworfene Konzerthaus am Platz der Deutschen Einheit 1 zum Wahrzeichen Hamburgs geworden, welches nicht nur internationales Publikum in die Hansestadt lockt, sondern auch den Hamburgern ein musikalisches Rundumerlebnis bietet.

Moderne trifft auf Tradition

Gemeinsam unter einer Leitung mit der Elbphilharmonie wird die traditionsreiche Laeiszhalle am Johannes-Brahms-Platz betrieben. Das 1908 eingeweihte, im neobarocken Stil erbaute Konzerthaus gilt als beispielhaft für das hanseatisch-bürgerliche Mäzenatentum: Testamentarisch der Hansestadt gestiftet, sollte es nach dem Wunsch des Hamburger Reeders Carl Laeisz „eine würdige Stätte für die Ausübung und den Genuss edler und ernster Musik“ werden, für die Laeisz der Stadt 1,2 Millionen Mark vermachte. Von den Architekten Martin Haller und Emil Meerwein entworfen, war das Gebäude nach einer vierjährigen Bauphase bei seiner Einweihung das größte und modernste Konzerthaus Deutschlands.

© Thies Rätzke

Laeiszhalle

Laeiszhalle

Für jeden Geschmack etwas dabei

Gemeinsam bieten beide Häuser unter der Generalintendanz von Christoph Lieben-Seutter ihrem Publikum ein hochkarätiges wie vielfältiges Programm verschiedener Sparten. Sowohl regionale als auch internationale Stars und Orchester sind zu erleben, daneben stehen verschiedene Themen- und Sommerfestivals auf dem Programm. Kammermusik- und Jazzabende sind genauso im Portfolio wie experimentelle Konzertformate oder Rockmusik. Als weiterer wichtiger Bestandteil des Angebots beider Häuser nimmt die Musikvermittlung einen zentralen Raum ein. Von Kinder- und Babykonzerten über Workshops bis hin zu Angeboten für Laien-Ensembles bleibt kein Publikumswunsch offen.

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