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Intonations Jerusalem Chamber Music Festival 2024

Neue Heimat in der Fremde

Das „Intonations Jerusalem Chamber Music Festival“ in Berlin zeichnet musikalische Lebenslinien nach.

vonJohann Buddecke,

Berlins einziges jährlich wiederkehrendes Kammer­musikfestival Intonations findet in diesem Jahr nun bereits zum zweiten Mal im Kühlhaus Berlin statt. Hier hatte das Festival nach zehn Jahren im Jüdischen Museum 2023 seine neue Spielstätte gefunden. Gegründet im Jahr 2012 von der Pianistin und künstlerischen Leiterin Elena Bashkirova, findet es seither als europäisches Partnerfestival des 1998 gegründeten Jerusalem International Chamber Music Festival statt und folgt weiterhin jährlich seinem Anliegen, die Musik in sozial-historische Kontexte zu setzen.

Unter dem Motto „Emigrant Composers“ stehen im Juni fünf hochkarätig besetzte Konzerte auf dem Programm, die sich allesamt mit dem Thema Migration auseinandersetzen. Im Fokus stehen hierbei Komponisten, die im Laufe ihrer Karriere aus Fluchtgründen, Vertreibung, wirtschaftlichen Nöten oder aus Reiselust ihre Heimat verlassen haben und an ihren neuen Wirkungsstätten bedeutende Beiträge zur Musik­geschichte geleistet haben. Vielerorts verbanden sie ihre musikalischen Wurzeln mit den Idiomen ihrer neuen Wahlheimaten und schufen somit Zeugnisse einer ganz individuellen Musiksprache. Einzigartig bleibt das Darbietungskonzept: Jedes Ensemble wird von Bashkirova speziell für jedes programmierte Stück zusammengestellt. So musizieren etablierte Klassikstars mit Newcomern in ganz unverwechselbarer Dynamik.

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Orgelpassion
von Stina Quagebeur / Glen Tetley /
Goyo Montero

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Drei choreographische Handschriften und Ideen: In „Omelas“ fragt Stina Quagebeur berührend, ob das Glück vieler auf dem Leid eines Einzelnen beruhen darf. Glen Tetleys Klassiker „Voluntaries“ verbindet virtuos Trauer und Hoffnung. Goyo Montero erforscht in „Aurea“ die Schönheit des Goldenen Schnitts im Tanz.

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